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Großblättriger Milchlattich

Lactuca macrophylla

  • Synonym: Cicerbita macrophylla
  • Familie: Korbblütengewächse – Cichoriaceae (Compositae)
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Wurzelstock waagrecht. Bildet zusammenhängende Pflanzenbestände.
  • Höhe: 100–150 cm. Stängel gewöhnlich unverzweigt, am Unterteil kahl, Oberteil drüsig behaart.
  • Blüte: Die Blüten bilden von den Deckblättern geschützte blütenartige, 2,5–4 cm breite Körbchen. Blüten der Körbchen blauviolett, zungenförmig, an der Spitze fünfzähnig. 5 Staubblätter. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, zwei Narben. Deckblätter in mehreren Reihen. Körbchen als breite doldentraubenartige Gruppe.
  • Blätter: Wechselständig, grundständige Blätter gestielt, Stiel breit herablaufend, gekielt, Laubblätter stängelumfassend. Blattspreite dünn, etwas behaart, gezähnt, fiederspaltig-ungeteilt, Endblättchen etwas größer als die anderen, herzförmig-dreieckig, an den obersten Blättern Blattspreite ungeteilt.
  • Frucht: Länglich-eiförmige Nuss, an der Spitze mit unverzweigten oder nur schwach verzweigten kurzen Härchen besetzt.
  • Standort: Wegränder, Gräben, Parkanlagen, Gärten. Zierpflanze, manchmal Überbleibsel des Anbaus oder Kulturflüchtling.
  • Blütezeit: Juli.

Die indigenen Standorte des Großblättrigen Milchlattichs befinden sich im Osten, im Ural und Kaukasus. In Finnland ist er eine Gartenstaude alter Gutshofgärten. Die Pflanze gedeiht in nährstoffreicher, humushaltiger Erde so gut, dass sie die Pflege durch den Menschen gar nicht braucht – im Gegenteil muss man vielfach ihr Wuchern im Blumenbeet einschränken. Durch ihre Größe stellt sie die Nachbarpflanzen in den Schatten und breitet sich mit der Zeit oft zu dichten Pflanzenbeständen aus, kann sogar ab und an in die Natur verwildern und sich dort weiter verbreiten.

Der Großblättrige Milchlattich wird in der finnischen Natur nicht als Bedrohung für den Formenreichtum eingestuft, während viele andere, in Finnland heimisch gewordene fremde Arten den ursprünglich vorkommenden Bestand durch Konkurrenz oder Kreuzung gefährden und sogar die Eigenschaften ihres Standorts verändern. Die mit dem Menschen zusammen verbreiteten Arten bereichern die finnische Natur nicht, sondern vereinheitlichen im Gegenteil die einzigartigen Biotope auf der Welt und bedrohen im schlimmsten Fall die Zukunft des eigenen Artenbestandes. Die durch fremde Arten verursachten Probleme kann man im Moment als zweitgrößte Bedrohung für den Artenreichtum der Natur, gleich nach dem Schwinden und der Veränderung der Lebensräume, einstufen. In Finnland ist die Situation nicht so schlimm wie in vielen anderen Ländern weltweit: Das harte Klima, der karge Boden und die von Nadelwäldern beherrschte finnische Natur eignet sich für viele Arten nicht. Besonders empfindliche Lebensräume sind Feuchtgebiete und Laubwälder, wo man ausgewilderte Arten daher genau im Auge behalten sollte. Ihr Anbau sollte möglichst vermieden werden und wenn man sie im Garten haben möchte, sollte man dafür sorgen, dass sie nicht ihrer eigenen Wege gehen.

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