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Großblütiger Fingerhut

Digitalis grandiflora

  • Familie: Wegerichgewächse – Plantaginaceae
    (früher Braunwurzgewächse – Scrophulariaceae)
  • Wuchsform: Zwei- oder mehrjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 40–120 cm. Stängel unverzweigt, am Oberteil steif behaart.
  • Blüte: Blumenkrone glockenartig oder trichterförmig, leicht zweiseitig symmetrisch, gelb, für gewöhnlich von innen braunnervig oder -gefleckt, 30-45 mm lang, verwachsenblättrig, schwach vierteilig, nickend. Kelch fünfteilig. 4 Staubblätter, von denen 2 lang und 2 kurz. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel. Blütenstand ist eine vielblütige, lange, halbseitige Zweigtraube.
  • Blätter: Wechselständig, am Grund langstielig, weiter oben kurzstieliger. Blattspreite länglich-lanzettlich-eiförmig, unregelmäßig gesägt, auf der Unterseite steif aufrecht behaart, auf der Oberseite gewöhnlich kahl.
  • Frucht: Eiförmige Kapsel.
  • Standort: Waldränder, Brachland, Gärten. Zierpflanze und Kulturflüchtling.
  • Blütezeit: Juli–August.

In der Gattung der Fingerhüte gibt es etwa 20 Arten, die meisten europäisch und mediterran. Das natürliche Verbreitungsgebiet des Großblütigen Fingerhuts erstreckt sich von Mitteleuropa bis weit nach Sibirien. Er wächst natürlich vorkommend am nächsten von Finnland bis ins Baltikum, am nördlichsten in der Gegend von Riga und in Saaremaa in Estland. Die entsprechend seines wissenschaftlichen Artennamens grandiflora großblütige und schöne Pflanze wird in Finnland in geringem Maße als Zierpflanze angepflanzt. Anders als der bekanntere zweijährige, nah verwandte Rote Fingerhut (D. purpurea) gedeiht er über Jahrzehnte am selben Standort, allerdings sät er sich nicht genauso einfach aus. In der südwestlichsten Ecke Finnlands, auf Åland, haben sich davon fast etablierte natürliche Vorkommen entwickelt, obwohl die Art auch dort selten ist.

Wie die anderen Arten der Gattung auch ist der Großblütige Fingerhut wegen der in ihm enthaltenen Glykoside, des Digitoxins und Digitalins sehr giftig. Dies sollte man bedenken, wenn man die Art für seinen Garten in Betracht zieht – besonders bei Gärten von Familien mit kleinen Kindern will dies gründlich erwogen sein. Die in den Fingerhüten enthaltenen Stoffe werden als Herzmittel verwendet und auch der Großblütige Fingerhut wird anderswo in der Welt als Heilpflanze angebaut, allerdings ist seine Bedeutung gering.

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