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Große Sterndolde

Astrantia major

  • Familie: Doldengewächse – Apiaceae (Umbelliferae)
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 50–80 cm. Stängel kahl, hohl, an den Knotenstellen Zwischenwände.
  • Blüte: Blumenkrone strahlig, weiß-rot, ca. 2 mm breit; 5 Blütenblätter, an der Spitze eingekerbt, Spitze nach innen gedreht. Fünf Kelchblätter. 5 Staubblätter. Gynoeceum verwachsenblättrig, zwei Griffel, zwei Narben. Blütenstand dichte, körbchenartige Dolde. Hüllblätter so groß wie Kronenblätter, lanzettlich, weiß-rötlich.
  • Blätter: Wechselständig, Blattgrund scheidenartig, Rosettenblätter langstielig. Blattspreite rundlich, glänzend dunkelgrün, 3–5-fach eingeschnitten, Lappen länglich-verkehrt eiförmig, Blattrand gezähnt-eingeschnitten.
  • Frucht: Längliche, zweiteilige, 6–8 mm lange, schuppige Spaltfrucht
  • Standort: Zierpflanze, manchmal in der Nähe von Ansiedlungen ausgewildert.
  • Blütezeit: August.

Die europäische Große Sterndolde gehört nicht zum indigenen Artenbestand Finnlands, die hier schon seit Langem als Zierpflanze angebaute Art ist jedoch im südlichen Finnland in der Umgebung von Gärten fast etabliert. Die Sterndolde zählt man nicht sofort zu den Doldenblütlern, da ihre Dolde statt des gewohnten mehrfachen Typs einfach ist. Zusätzlich sind die bei den meisten Doldenblütlern recht unscheinbar bleibenden Hüllblätter der Dolde bei dieser Art auffällig wie Kronenblätter, oft rötlich weiß. Mithilfe der Pflanzenzucht wurden noch prächtigere Kultursorten als die ursprüngliche hervorgebracht. Sorte ist die Bezeichnung für eine Klassifikationseinheit von Nutz- und Zierpflanzen, die der Mensch mithilfe von Zucht und Auslese entwickelt hat. Manchmal wird die Sorte mit der Art verwechselt, welche die Grundklassifikationseinheit aller Lebewesen ist. Oft gibt es allerdings innerhalb einer Art von Natur aus abweichende Gruppen wie die Unterarten, Varietäten und Formen. Sie unterscheiden sich voneinander durch das Aussehen, oft sind auch die Verbreitung und der Standort unterschiedlich. Die Zucht ist in der Praxis eine vom Menschen bewusst gesteuerte und beschleunigte Evolution, mit deren Hilfe man die zu veredelnde Pflanze bis zu Hundert Millionen Mal schneller als in der Natur in die gewünschte Richtung verändert. Bei der Pflanzenzucht wurden traditionell die Auslese, die Kreuzung von sich unterscheidenden Stämmen derselben Art und sogar Kreuzungen von unterschiedlichen Arten eingesetzt: Die prächtig rotblühenden Gartensorten der Sterndolde wurden aus Kreuzungen der Großen Sterndolde mit der Krainer Sterndolde (A. carniolica) gezüchtet.

Natürliche Standorte der Großen Sterndolde sind u. a. feuchte Wiesen, sodass die Art am besten auf eher feuchtem Boden gedeiht, auch wenn sie für gewöhnlich anspruchslos in Bezug auf den Boden ist. Sie vermehrt sich vegetativ mithilfe kurzer Ausläufer und der natürliche Bestand auch über Samen. Die Große Sterndolde lockt besonders kleine Schmetterlinge an ihre Blüten, um vom Nektar zu trinken.

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