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Grüner Germer

Veratrum album

  • Familie: Germergewächse – Melanthiaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Wurzelstock kurz, dick.
  • Höhe: 60–120 cm. Stängel kräftig, 1,5–2 cm dick, hohl.
  • Blüte: Strahlig, 15–20 mm breit. 6 Blütenblätter in zwei gleichen Wirteln. Blütenblätter gelbgrün, am Rand und an der Spitze weiß, oval länglich, gezähnt. Sechs Staubblätter. Gynoeceum mit 3 Griffeln. Blütenstand vielblütige, gefiederte Zweigtraube.
  • Blätter: Wechselständig, sitzend. Blattspreite breitlänglich, 10–20 cm lang, stark nervig, auf der Unterseite behaart.
  • Frucht: Dreiteilige, 10-15 mm lange, wenig behaarte Kapsel mit vielen Samen.
  • Standort: Feuchte Wiesen, Ufergebüsche, Quellfluren. Auch Zierpflanze.
  • Blütezeit: Juni–August.

Der Grüne Germer (ssp. lobelianum) ist in ganz Finnland geschützt.

Für den Grünen Germer gibt es in Finnland nur einen indigenen Standort. Ungeachtet seiner Seltenheit ist die Art im Aussehen nicht gerade unscheinbar: Die bis zu einem Meter hohe, außergewöhnlich aussehende Pflanze weckt bestimmt die Aufmerksamkeit des Vorübergehenden. Die gelbgrünen, recht kleinblütigen Blütenstände stechen allerdings nicht heraus, eher seine schönen und dekorativen Blätter. Der Grüne Germer ist leicht zu bestimmen, jedoch nicht leicht zu finden. Die Pflanze wurde erst im Jahre 1971 in den finnischen Pflanzenbestand aufgenommen, als der auch heute noch einzige bekannte, kleine und abgelegene Pflanzenbestand gefunden wurde. Der finnische Standort liegt in Nordlappland, nahe der Grenze zu Norwegen bei Utsjoki am Vaisjoki-Fluss. Die Gegend ist verbunden mit reichlichen Vorkommen der Pflanze in der Finnmark, auf der Halbinsel Kola und in Nordrussland, allerdings liegt sogar der nächste weitere Pflanzenbestand in etwa 60 km Entfernung in Norwegen. Aus dem anderswo an kühlen Standorten in Eurasien recht verbreiteten und mancherorts reichlich vorkommenden Grünen Germer wurde seinerzeit Niespulver gemacht, was der Grund für den eigenartigen finnischen Namen der Pflanze sein kann. In Finnland sollte die ausgesprochen seltene Pflanze natürlich nicht gesammelt werden.

Die hellerblütige Form der Art (Weißer Germer; ssp. album) wird auch als Zierpflanze angebaut und ab und an kann sie auch aus dem Garten verwildern. Als Gartenflüchtling kann man in Finnland auch den rotbraunblütigen Schwarzen Germer (V. nigrum) antreffen.

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