Gypsophila paniculata Gypsophila paniculata

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Gypsophila elegans

 
  • Familie: Nelkengewächse – Caryophyllaceae
  • Wuchsform: Einjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 20–50 cm. Stängel am Oberteil verzweigt, kahl, reingrün.
  • Blüte: Blumenkrone strahlig, weiß-rötlich-violett, ca. 1,5 cm breit; fünf Blütenblätter, an der Spitze eingekerbt, violettgestreift. Kein Innenkreis. Kelch glockenartig, fünfteilig, weiß gestreift, ohne Außenkelch. 10 Staubblätter. Gynoeceum verwachsenblättrig, zwei Griffel, zwei Narben. Blütenstand lockeres vielblütiges Dichasium.
  • Blätter: Gegenständig, sitzend. Blattspreite lanzettlich – fast linealisch, ganzrandig.
  • Frucht: Sich vierteilig öffnende Kapsel.
  • Standort: Höfe, Brachland, Holzabladeflächen. Zierpflanze, manchmal Kulturflüchtling.
  • Blütezeit: Juli–August.

Den meisten kommt zu den Schleierkräutern bestimmt das Rispengipskraut (G. paniculata) mit seinem luftigen, reichverzweigten Blütenstand mit tausenden kleiner Blüten in den Sinn. Man verwendet es in Blumensträußen neben Rosen oder anderen großblütigen Sorten und es wird auch gerne in Trockensträußen eingesetzt. Die Art kommt aus dem Gebiet, das sich von Mittel- und Osteuropa bis nach Zentralasien zieht, und wächst dort in den Steppen. Das normalerweise als einjährige Sommerblume angepflanzte Schleierkraut Gypsophila elegans hat meist reinweiße und größere Blüten als das Rispengipskraut. Seine natürlich vorkommenden Standorte befinden sich in Vorderasien, die Art wildert manchmal aber sogar aus finnischen Gärten in die Umgebung aus. Ab und zu wurde sie auch mit Kulturpflanzensaatgut zusammen eingeschleppt.

Der wissenschaftliche Name der Art, gypsophila, „Gips liebend”, weist auf die von vielen Arten bevorzugten Standorte hin. In Finnland gibt es keine Gipsfelsen, aber die Gipskräuter nehmen auch mit kalkhaltigem Boden vorlieb. Im Garten benötigen sie wie in der freien Natur einen offenen Platz und einen gut wasserdurchlässigen, nährstoffreichen Sand- oder Moränengrund, um sich wohlzufühlen. Wie für Trockenpflanzen typisch ist das Wurzelwerk bei den Gipskräutern oft stark ausgebildet. Die Wurzeln enthalten große Mengen an Saponinen, organischen Verbindungen, die mit Wasser zusammen kräftig schäumen und Fette lösen können. Man hat sie daher zum Waschen von Stoffen verwendet.

Das Schleierkraut Gypsophila elegans und das Rispengipskraut hält man in den finnischen Gärten nur als Zierpflanze. In Finnland wachsen natürlich vorkommend zusätzlich zwei Arten aus der Gattung der Gipskräuter. Das Büschelige Gipskraut (G. fastigiata) ist eine unter Schutz stehende Pflanze auf Kiesböden, das einjährige Mauergipskraut (G. muralis) ist jedoch in den letzten Jahren als Ampelpflanze beliebt geworden.

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