Galium uluginosum

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Harzer Labkraut

Galium saxatile

  • Familie: Rötegewächse – Rubiaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Grund ohne Blüten, am Boden anliegende Ausläufer.
  • Höhe: 10–30 cm. Stängel aufsteigend, zart, vierkantig, glatt, kahl.
  • Blüte: Blumenkrone verwachsenblättrig mit kurzer Kronröhre und flachen Kronblattzipfeln, weiß, 2–3 mm breit, vierteilig. Kein Kelch. 4 Staubblätter. Gynoeceum verwachsenblättrig, zwei Griffel, zwei Narben. Blütenstand Dichasium mit wenigen Blüten an der Spitze des Zweigs und in den obersten Blattachseln.
  • Blätter: Quirlständig, in den Wirteln am Unterteil 4, im oberen Teil 6 Blätter; sitzend. Blattspreite verkehrt eiförmig, am Grund sehr schmal, an der Spitze stumpf, an der Spitze kurzer Stachel, Rand ungeteilt, rau, behaart.
  • Frucht: Zweiteilige, kahle, schwarze Spaltfrucht mit spitzen Knoten.
  • Standort: Weidewiesen, Hänge mit Gemeinem Wacholder.
  • Blütezeit: Juli–August.

Das Harzer Labkraut ist in Finnland außer auf Åland ausgesprochen bedroht und geschützt.

Es ist nicht einfach, das kleine und unscheinbare Harzer Labkraut zu bemerken und zu bestimmen, auch wenn man weiß, wo man suchen muss. Das Finden wird dadurch etwas erleichtert, dass die Art umfangreiche Pflanzenbestände zu bilden gewohnt ist. Das Harzer Labkraut ist eine maritime, europäische Pflanze, die im finnischen Klima gerade so durchkommt, allerdings nur an einigen Stellen im Süden des Landes. Man vermutet, dass die Art in Finnland schon sehr früh über den Seeverkehr oder ausländischen Grassamen eingeschleppt wurde.

Das Harzer Labkraut gedeiht an lichten und sonnigen Standorten. Auch die finnischen Standorte sind alte Waldweiden, die durch die Beweidung offen gehalten wurden. Mit dem Ende der Beweidung und dem folgenden Zuwachsen verringern sich die Überlebensmöglichkeiten des Harzer Labkrautes deutlich. Mithilfe geeigneter Pflegemaßnahmen – durch Beweiden oder Mähen der Standorte – kann das Harzer Labkraut als einzigartiger Zusatz im finnischen Pflanzenbestand erhalten werden.

Das Harzer Labkraut ähnelt sehr dem Moorlabkraut (G. uliginosum) und manchmal können die Arten auch an denselben Orten wachsen. Die Blätter des Moorlabkrauts sind jedoch länglich-eiförmig, die des Harzer Labkrauts stumpf verkehrt eiförmig. Zusätzlich ist der Stängel des Moorlabkrauts borstig und rau, beim Harzer Labkraut kahl und glatt. Beim Moorlabkraut fehlen auch die für das Harzer Labkraut typischen blütenlosen Triebe am Grund.

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