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Hoher Rittersporn

Delphinium elatum

  • Familie: Hahnenfußgewächse – Ranunculaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 50–150 cm. Stängel kahl oder am Oberteil spärlich behaart, blaumehlig.
  • Blüte: Blütenhülle zweiseitig symmetrisch, für gewöhnlich blau (viele verschiedenfarbige Kultursorten), 15–30 mm breit. Fünf Kelchblätter wie Kronenblätter, oberstes mit Sporn, Sporn 12–20 mm lang. Vier Blütenblätter, von denen zwei Honigblätter, zwei verkümmert, eher schwarz-blau. 8 Staubblätter. Gynoeceum mit getrennten Blättern, 2 Fruchtblätter. Blütenstand verzweigte-unverzweigte, recht lockere Traube.
  • Blätter: Wechselständig längs des Stängels, gestielt. Blattspreite fast genauso breit wie lang, handnervig, kahl – spärlich behaart, am Grund herzförmig, 3–5-teilig, Lappen breit, spitz, doppelt eingeschnitten – gezähnt.
  • Frucht: 14–20 mm lange Hülse, von denen normalerweise drei zusammen.
  • Standort: Höfe, Weg- und Straßenränder und Gehölze in der Nähe von Wohngebieten. Zierpflanze, manchmal ausgewildert.
  • Blütezeit: Juli–August.

Der wissenschaftliche Name Delphinium der Rittersporne stammt aus der Vergangenheit: Zum ersten Mal gebrauchte ihn im ersten Jahrhundert im antiken Griechenland der Arzt und Botaniker Pedanios in seinem Heilpflanzenbuch als Name einer Art. Möglicherweise sah man die Knospe der Blüte als irgendwie einem Delfin ähnelnd an. Seither wurde die Pflanzengattung in vielen Sprachen mit Rittern verbunden. Die Bezeichnung mag von dem Sporn der Blüte herrühren, der den Menschen früher die von den Rittern beim Reiten verwendeten Sporen in Erinnerung rief. Viele der als Zierpflanze geschätzten Sorten des Rittersporns erhielten ihren Namen direkt von König Artus und den Sagen von den Rittern der Tafelrunde.

Zum Verbreitungsgebiet der Rittersporne gehört ein großer Teil der nördlichen Erdhalbkugel, lediglich in Afrika haben sich einige Arten südlich des Äquators ausgebreitet. In Europa wachsen etwa 30 Arten, von denen nur der Hohe Rittersporn zum finnischen Artenbestand gehört. Das indigene Verbreitungsgebiet der Art beginnt in der Gegend von Olonetz in Ostkarelien und überzieht neben den Laubwäldern und feuchten Wiesen Europas, Russlands und Sibiriens zusätzlich die hohen Gebirge Mitteleuropas. Er ist sehr formenreich und in den verschiedenen Regionen seiner Verbreitung unterscheidet man oft mehrere Subspezies und Varietäten. In Finnland wird die Art weit verbreitet in Gärten angepflanzt und man trifft ihn besonders an Stellen von alten Gärten auf dem Land oder als Kulturüberrest in deren Umgebung, am verbreitetsten im Norden. Da die alten einheimischen Bestände entweder zur unveredelten Naturform gehören oder höchstens wenig veredelt sind, überdauern sie auch ohne Pflege lange. Der größte Teil der heutzutage als Zierpflanzen angepflanzten Rittersporne sind durch Züchtung entstandene Kreuzungen und deren Nachkommen. Sie gehören zur Elite der Stauden, sind aber zu anspruchsvoll bezüglich des Standorts und der Pflege, um in die Natur auszuwildern.

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