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Hügelvergissmeinnicht

Myosotis ramosissima

  • Familie: Raublattgewächse – Boraginaceae
  • Wuchsform: Einjährige krautige Pflanze. Hauptwurzel kurz, dunkelbraun.
  • Höhe: 10–25 cm. Stängel vom Grund an verzweigt, nach außen zeigend – enganliegend behaart.
  • Blüte: Strahlig, 1–2 mm breit. Blumenkrone für gewöhnlich blau, verwachsenblättrig, trichterförmig, fünfteilig, Schuppen am Schlund der Röhre. Kelch verwachsenblättrig, glockenartig, tief fünfteilig, Lappen schmal, etwas nach außen gebogen; Härchen meist nach außen zeigend, an der Spitze hakig; in der Fruchtphase Kelch 2-3 mm lang, für gewöhnlich offen, mitsamt der Teilfrüchtchen herabfallend. Fünf Staubblätter, an der Röhre der Blumenkrone angewachsene Staubfäden. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel. Blütenstand halbseitiges Dichasium, d. h. Wickel, der traubenartig länger wird; alle Blüten ohne Deckblätter. Blütenstiel dicht enganliegend behaart, nach der Blüte etwa so lang wie der Kelch.
  • Blätter: Wechselständig. Grundständige Blätter gestielt, Stiel herablaufend; Laubblätter sitzend. Grundständige Blätter für gewöhnlich bis zur Blütezeit vertrocknet. Blattspreite lanzettlich – verkehrt eiförmig, ganzrandig, auf der Unterseite mehr gerade Härchen als auf der Oberseite.
  • Frucht: Vierteilige Spaltfrucht. Teilfrüchtchen (Klausen) eiförmig, glatt, ungesäumt, hellbraun, ca. 1,2 mm lang.
  • Standort: Trockenwiesen, Felsen, Felder, Schottergruben, Sandflächen.
  • Blütezeit: Mai–Juni.

Im Frühjahr gehen die Fels- und Wallwiesen im südlichen Finnland in einem blauen Blütenzauber auf, wenn die kleinen Vergissmeinnichte ihre Blütenstände in die Sonne strecken. Die einzelnen Blüten sind im Durchmesser nur ein paar Millimeter groß, aber die ungeheure Zahl reicht aus, die ganze Landschaft blau zu färben. Wenn man die Art der Blüher bestimmen möchte, muss man die Vergissmeinnichte genauer untersuchen, sogar mithilfe einer Lupe oder eines Vergrößerungsglases. Das beste Verfahren besteht darin, sich neben der Pflanze hinzuknien und seinen Blick zwischen die Blüte und den Stängel zu richten. Wenn sich zwischen der Blüte und dem Hauptzweig des Blütenstands ein deutlicher, anliegend behaarter Blütenstiel erkennen lässt, handelt es sich um das Hügelvergissmeinnicht.

Man kann es mit dem sonst recht ähnlichen Sandvergissmeinnicht (M. stricta) verwechseln, dessen Blüte jedoch fast am Stängel festsitzt. Der Unterschied ist am deutlichsten bei lange geöffneten und verblühten, sich in der Fruchtphase befindenden Blüten zu sehen. Man sollte sich auch nicht durcheinanderbringen lassen, wenn man beiderlei Blüten sieht: Die Arten wachsen oft miteinander vergesellschaftet. In der Schar kann sich sogar noch eine dritte Art befinden, das später blühende Ackervergissmeinnicht (M. arvensis). Dieses ist für gewöhnlich deutlich größer, aber besonders an trockenen Stellen kann es stark seinen kleineren Verwandten ähneln. Auch wenn es kleiner ist, sind seine Kelche größer und die Blütenstiele bis zu doppelt so lang wie der Kelch. Das Hügelvergissmeinnicht ist in diesem Trio das südlichste, im Frühjahr eine Augenweide vor allem an der Küste des Finnischen Meerbusens, die anderen sind weiter verbreitet. Das Hügelvergissmeinnicht ist von den dreien von seiner Art her auch am eindeutigsten eine Pflanze gerade von trockenen Wiesen.

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