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Hügelweidenröschen

Epilobium collinum

  • Familie: Nachtkerzengewächse – Onagraceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 10–40 cm.
  • Blüte: Blütenhülle 4-zählig, strahlig. Blütenblätter hellpurpurrot, an der Spitze eingekerbt. 8 Staubblätter, verwachsenblättriges 4-zähliges Gynoeceum, Narbe vierteilig. Blütenstand gewöhnlich verzweigte Traube.
  • Blätter: Kurzstielig, besonders die Hochblätter gegenständig. Blattspreite ungeteilt, etwa 2 cm lang, leicht länglich – eiförmig, Rand fransig gezähnt. Besonders die Blattnerven sind beidseitig mit gebogenen Haaren besetzt.
  • Frucht: Lange, röhrenförmige, 4-teilige Kapsel.
  • Standort: Trockene Felskuppen, -spalten und -terrassen, Berghänge, Weg– und Schienenränder.
  • Blütezeit: Juli–August.

In der Gattung des Weidenröschens (Epilobium) gibt es etwa 200 Arten. Mit Ausnahme der Tropen haben sie sich gleichmäßig über den ganzen Globus ausgebreitet. Die meisten Arten gibt es in Amerika und Asien. Die verschiedenen Weidenröschenarten sind leicht untereinander zu kreuzen. Die Weidenröschen sind Arten für feuchte Standorte sowie zum überwiegenden Teil selbstbestäubend. Da sie offene Standorte bevorzugen, profitieren sie vom menschlichen Einfluss.

Abweichend von vielen anderen Weidenröschen ist das Hügelweidenröschen eine Art trockener Standorte. Es ähnelt dem Bergweidenröschen (E. montanum), ist aber kleiner und von der Gesamtfärbung her grauer als dieses. Der Fruchtknoten des Hügelweidenröschens trägt nur gebogene Härchen, beim Bergweidenröschen sind es auch Drüsenhaare. Die Verbreitung beider Arten ist fast gleich. Das Hügelweidenröschen bildet reichlich rosettenartige Überwinterungsknospen, aus denen sich im nächsten Sommer die für die Art charakteristischen, locker polsterbildenden Pflanzenbestände entwickeln.

Die Weidenröschen können auf Grund der Narbe des Gynoeceums in zwei Gruppen geteilt werden. In der ersten Gruppe ist die Narbe vierteilig und in der zweiten Gruppe keulenförmig. Zur ersten Gruppe gehören u. a. das Wald-, das Zottige, das Berg- und das Hügelweidenröschen. Zur zweiten Gruppe gehören u. a. das Sumpfweidenröschen und das Drüsige Weidenröschen. Im Vergleichsbild links das Hügelweidenröschen und rechts das Sumpfweidenröschen.

Andere Arten derselben Gattung
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