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Kapuzinerkresse

Tropaeolum majus

  • Familie: Kapuzinerkressengewächse – Tropaeolaceae
  • Wuchsform: Einjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 20–40 cm. Stängel gewöhnlich sich windend, kletternd.
  • Blüte: Blumenkrone zweiseitig symmetrisch, orangefarben-gelb-rot, 2,5–6 cm breit; fünf Blütenblätter, von den die untersten zwei kleiner. Fünf Kelchblätter, an einem ein 2–4 cm langer Sporn. Acht Staubblätter, unterschiedlich groß. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, drei Narben. Blüten einzeln in den Blattachseln.
  • Blätter: Wechselständig, langstielig. Blattspreite rund, gebuchtet – grob gekerbt, kahl, saftig.
  • Frucht: Dreiteilige Spaltfrucht.
  • Standort: Zierpflanze, manchmal Kulturflüchtling auf Gartenabfallhaufen, Mülldeponien, Brachland.
  • Blütezeit: Juni–September(–Oktober).

Die Verwandten der Kapuzinerkresse kommen in der Natur auf einem weiten Gebiet von den Südteilen Mexikos bis nach Südamerika vor. Die Kapuzinerkresse wurde nirgends in der Natur gefunden, sondern ist offenbar im Anbau entstanden. Sie ist wohl eine der beliebtesten Kletterpflanzen sowohl in den Gärten Europas als auch Amerikas und ihre Samen werden in Finnland sowohl in Gärtnereien als auch im Supermarkt verkauft. Neben den Stiefmütterchen und Petunien gehört die Kapuzinerkresse zu den finnischen Standardpflanzen für die sommerlichen Blumenkästen und Balkone. Ihre Zucht ist leicht und sie blüht den ganzen Sommer über bunt. Meist tragen die Pflanzen gelbe oder orangefarbene Blüten, manchmal sogar leuchtend rotorangefarbene.

Während der Wachstumsperiode erreichen die Triebe der Kapuzinerkresse zwei bis drei Meter Länge. An den Blattstielen befinden sich berührungsempfindliche Zellen, die bewirken, dass sie sich um eine Stütze herumwinden, und die Pflanze klettert bei passender Gelegenheit in Bäume, Sträucher oder an hochwüchsigen Pflanzen entlang. Der Grund der Kresse kann sich an sehr schattigen Plätzen unter anderen Pflanzen befinden, die Spitze des Triebs aber reckt ihre Blüten und Blätter dem Licht entgegen. Die Zierkresse kann allerdings auch auf Felsen wachsen, einen Felshang hochklettern oder am Boden entlang wachsen. Die Blattstiele der Kapuzinerkresse sitzen auf sehr charakteristische Weise inmitten der Blattspreite: Diesen Blatttyp nennt man in der Botanik schildförmig.

Zur Familie der Kapuzinerkressen gehören auch mehrjährige Arten, aber diese würden kaum den finnischen Winter überstehen, nicht einmal in den mildesten Landesteilen. Die einjährige Kapuzinerkresse ist sehr frostempfindlich und fällt schon in den ersten kalten Nächten zusammen. Wenn die Pflanze die Frühjahrsnachtfröste übersteht, kann sie durchaus blühen, Samen produzieren, sich am Standort aussäen und von Jahr zu Jahr mit ihren farbigen Blüten denselben Ort zieren.

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