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Kaschubenwicke

Vicia cassubica

  • Familie: Schmetterlingsblütengewächse – Fabaceae (Leguminosae)
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Wurzelstock dicklich, sich windend, verzweigt, verholzend.
  • Höhe: 30–60 cm. Stängel aufsteigend-aufrecht, schwach verzweigt, kantig, weich behaart.
  • Blüte: Blumenkrone zweiseitig symmetrisch, rotviolett, 10–13 mm lang, schmetterlingsartig (fünf Blütenblätter, von denen zuoberst die Fahne, seitlich die Flügel, zuunterst das aus zwei Blütenblättern gebildete Schiffchen), Flügel und Schiffchen hell. Kelch fünfteilig, Lappen unterschiedlich lang, kürzer als die Kelchröhre. 10 Staubblätter, Staubfäden am Grund miteinander verwachsen. Gynoeceum einblättrig und mit einer Narbe. Blütenstand langstielige Traube mit 5–15 Blüten.
  • Blätter: Wechselständig, kurzstielig–sitzend, mit Nebenblättern. Blattspreite unpaarig gefiedert, 6-12-paarig, mit Ranke. Fiederblättchen länglich–eiförmig – länglich, ganzrandig. Nebenblätter klein.
  • Frucht: 15-30 mm lange, kahle, gelb-braune, einteilige Hülse mit 1–3 Samen.
  • Standort: Waldränder, lichte Hangwälder, Felsen.
  • Blütezeit: Juni.

Die Kaschubenwicke ist in ganz Finnland eine bedrohte und geschützte Art.

Zum finnischen Pflanzenbestand gehört eine ganze Schar von Pflanzen, die etabliert an einigen oder auch nur an einem einzigen Standort im südlichsten Finnland wachsen. Zu dieser Gruppe gehört auch die seltene Kaschubenwicke. Man fand sie zum ersten Mal im Jahr 1936 umgeben von steinigen Feldern auf einem Hügel bei Tenhola, was nach wie vor der einzige bekannte Pflanzenbestand ist. Das finnische Vorkommen der Kaschubenwicke wird für ein Überbleibsel aus der der Eiszeit folgenden Warmzeit gehalten, genauso gut kann die Art aber auch mit dem Verkehr hierher gekommen sein. Von den Klima- und Standortanforderungen her könnte die Kaschubenwicke gut mit den Verhältnissen in den südlichen Teilen des Landes auch in einem größeren Gebiet zurechtkommen. In Südschweden wächst sie recht verbreitet und an den nördlichsten Standorten in den finnischen Gegebenheiten vergleichbaren Hangwäldern und laubwaldartigen Wäldern. Findet man in Südwestfinnland eine Wicke, die vom Aussehen her wie eine Zwischenform von Vogelwicke und Platterbse erscheint, die blaurötlich rot und weiß gefärbte Blüten hat und nur zwei- oder dreisamige Hülsen, könnte es sich um die Kaschubenwicke handeln, eine der seltensten finnischen Pflanzen.

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