Thalictrum minus ssp. kemense Thalictrum minus ssp. kemense

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Kleine Wiesenraute

Thalictrum minus

  • Unterarten: Kleine Wiesenraute (ssp. minus), Unterart ssp. kemense
  • Familie: Hahnenfußgewächse – Ranunculaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Wurzelstock kurz.
  • Höhe: 40–130 cm. Stängel am Oberteil verzweigt, schwach gefurcht, manchmal etwas drüsig behaart.
  • Blüte: Strahlig, gelb, ca. 1 cm breit. Blütenblätter fehlen. 4–5 Kelchblätter, grünlich oder blaurot, früh abfallend. Viele Staubblätter, eher aufrecht, Staubfäden etwa 5 mm lang, gelb, Staubbeutel etwa 3 mm lang, spitz. Gynoeceum mit getrennten Blättern, mehrere Fruchtblätter. Blütenstand kurz – verzweigt, spärlich – mit vielen Blüten, für gewöhnlich mit Blättern besetzte Trugdolde, Blüten eher aufrecht.
  • Blätter: Wechselständig, gestielt, mit Nebenblättern. 3–5 Laubblätter. Blattspreite dreieckig, mindestens so breit wie lang, 3–4-fach unpaarig gefiedert. Fiederblättchen oft recht rund, rein-grün, eher dünn, an der Spitze 3–5-fach gefiedert, Lappen stark spitz zulaufend und an den großen Blättern etwas nach außen gebogen.
  • Frucht: 8-fach geriefte, häutig berandete, stachlichspitzige, manchmal etwas knotige, 2,5–5 mm lange stiellose Nuss.
  • Standort: Gebüsche an Flussufern, Uferwiesen. Auch als Zierpflanze und auf Wiesen ausgewildert.
  • Blütezeit: Juli–August.

Die Unterart ssp. kemense ist in ganz Finnland eine bedrohte und geschützte Art.

Die Kleine Wiesenraute ist im Gesamten eine äußerst formenreiche Art und umfasst viele schwer voneinander zu unterscheidende Formen, die man manchmal auch als eigene Arten angesehen hat. Die arteninterne Variation besteht hauptsächlich hinsichtlich der Höhe der Pflanze, der Verzweigungsform des Blütenstands und der Größe der Nüsse. Das Verbreitungsgebiet der in Finnland indigen wachsenden, recht einheitlichen Unterart ssp. kemense ist sehr groß. Die östlichsten Vorkommen liegen auf der Halbinsel von Kamtschatka, auf den Kurilen und in China, die westliche Grenze der sich einheitlich über Sibirien und Nordrussland hinziehenden Verbreitung verläuft an den Ufern des Weißen Meeres und des Onegasees. Die westlichsten, vom Hauptverbreitungsgebiet getrennten Standorte der Subspezies ssp. kemense liegen in der Finnmark in Nordnorwegen sowie in den östlichen Teilen von Kemi in Lappland, bei Inari und Utsjoki. Anders als der Name besagt, wächst die Unterart jedoch nicht im Gebiet des Kemi-Flusses, sondern ist begrenzt auf das Abflussgebiet des Teno-Flusses.

Insgesamt kennt man in Lappland etwa 50 Vorkommen der Unterart, deren Größe zwischen 10–50 Exemplaren schwankt – Aufmerksamkeit und kräftige Beine sind demjenigen, der nach der Pflanze sucht, dabei von Vorteil. Im Naturpark Keno beispielsweise sollte man als Wanderer die typischen Standorte der Art, Uferhaine und -gesträucher im Auge behalten. Auf die Kleine Wiesenraute kann man allerdings auch weiter südlich stoßen, da sie an ein paar Stellen in Mittelfinnland an Wegrändern und auf Unkrauthaufen wächst, nachdem sie aus dem Garten ausgewildert ist. Der Ursprung der Kulturpflanzen ist wegen der Variation bei der Kleinen Wiesenraute fast unmöglich aufzuklären. Die Art ist heutzutage fast ganz aus den finnischen Gärten verschwunden, obwohl sie eine recht stattliche, feinblättrige Gartenpflanze ist – früher verwendete man die etwas dem Adiantum (Frauenhaarfarn) ähnelnden Blätter auch als Grünbeigabe in Blumensträußen.

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