Physalis peruviana Physalis peruviana Physalis philadelphica

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Lampionblume

Physalis alkekengi

  • Familie: Nachtschattengewächse – Solanaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Wurzelstock waagrecht.
  • Höhe: 25–60 cm. Stängel oft unverzweigt, wenig behaart.
  • Blüte: Strahlig. Blumenkrone gelbweiß, verwachsenblättrig mit kurzer Kronröhre und flachen Kronblattzipfeln, fünfteilig, 15–20 mm breit, auf der Außenseite behaart. Kelch verwachsenblättrig, fünfteilig, anfangs glockenartig, grün; nach der Blüte sich vergrößernd und die Beere einschließend, schließlich 25–50 mm lang, dick, gelbrot. Fünf Staubblätter, Staubbeutel an der Röhre der Blumenkrone festgewachsen. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, zwei Narben. Blüten hängen einzeln in den Blattachseln.
  • Blätter: Wechselständig oder gegenständig, gestielt. Blattspreite breit eiförmig, gewöhnlich am Grund abgestutzt, ganzrandig – wenig grob gezähnt, spärlich kurzbehaart.
  • Frucht: Rote, kugelförmige, ca. 15 mm lange Beere.
  • Standort: Höfe, Gärten, Brachland. Zierpflanze.
  • Blütezeit: Juli–August.

Die außergewöhnlich aussehende Lampionblume kennt man auch unter dem Namen Judenkirsche sowie anderswo unter Namen wie „Winterkirsche“, „japanische Lampe“ oder „Liebeskäfig“. Die Namen bringen die wesentlichsten, zum Aussehen der Pflanze gehörenden Kennzeichen zum Ausdruck. Die unscheinbaren weißen Blüten entwickeln im Herbst eine kirschartige saftige Beere. Gleichzeitig beginnt sich der Kelch zu verbreitern und bildet schließlich eine lockere orangefarbene Haube um die Beere herum, in deren Mitte die reife Beere rötlich durchscheint. Ohne Zweifel kommt einem gleich ein Lampion in den Sinn, in dessen Inneren ein schwaches rotes Licht glimmt.

Die Lampionblume ist in Finnland eine Zierpflanze, die ab und an hauptsächlich in den gemäßigsten Teilen der Südwestküste auch von der Kulturfläche verwildert. Die Lampionblume wurde in der Volksheilkunde besonders bei der Behandlung von Nieren- und Blasenbeschwerden verwendet. Es scheint sich hier um die Signaturenlehre zu handeln, eine Auffassung, nach der Heilpflanzen dem Körperteil ähnlich sehen, für dessen Behandlung sie geeignet sind. Die Früchte der Lampionblume ähneln zumindest entfernt der Harnblase. Heilwirkungen haben sie jedoch nicht. Wenn man auch vom Verzehr der Beeren keinen großen Nutzen hat, sollen sie auch nicht im eigentlichen Sinne schädlich sein. Vorbehaltlos kann man sie jedoch niemandem empfehlen, da auch in nur noch etwas rohen Beeren giftiges Solanin enthalten ist. Allerdings sollte auch gar kein Anlass zum Verzehr bestehen, da diejenigen, die von den Beeren gekostet haben, diese abwechselnd als säuerlich, sauer oder sogar widerlich bezeichneten.

Ab und an kann man nahe von Mülldeponien und auf Brachland auf die aus der Obstabteilung des Lebensmittelgeschäfts bekannte Kapstachelbeere (Physalis peruviana) stoßen. Die Blätter dieser südamerikanischen Verwandten der Lampionblume sind am Grund herzförmig, die Blumenkrone ist gelblich und der die orangegelbe Beere schützende Kelch ist unscheinbar gelb-bräunlich.

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