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Lappländer Spitzkiel

Oxytropis lapponica

  • Familie: Schmetterlingsblütengewächse – Fabaceae (Leguminosae)
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Hauptwurzel gerade-schief.
  • Höhe: 5–15 cm. Stängel schlaff–aufsteigend, am Grund verzweigt, anliegend behaart.
  • Blüte: Blumenkrone zweiseitig symmetrisch, blau–blauviolett oder selten weiß, 8–12 mm lang, schmetterlingsartig (fünf Blütenblätter, von denen zuoberst die Fahne, seitlich die Flügel, zuunterst das aus zwei Blütenblättern gebildete Schiffchen), Schiffchen spitz, stachlichspitzig. Kelch 5-teilig, schwarz behaart. 10 Staubblätter, Staubfäden miteinander verwachsend. Gynoeceum einblättrig und mit einer Narbe. Blütenstand achselständige, langstielige, dichte Traube mit 7–9 Blüten.
  • Blätter: Wechselständig, gestielt, mit Nebenblättern. Blattspreite unpaarig gefiedert, 7-10-paarig, mit Endblättchen. Fiederblättchen lanzettlich – länglich-eiförmig, spitz, ganzrandig, graubehaart. Nebenblätter teilweise miteinander verwachsen.
  • Frucht: 18–25 mm lange, am Ende spitze, schwarz behaarte, einteilige Hülse mit meist 8 Samen.
  • Standort: Fjällheiden, Schotterabhänge an Erdrutschstellen.
  • Blütezeit: Juni.

Der Lappländer Spitzkiel ist in Finnland ausgesprochen bedroht und im ganzen Land geschützt.

Der Lappländer Spitzkiel ist in Finnland so selten, dass zwischendurch sogar bezweifelt wurde, dass die Art zum hiesigen Pflanzenbestand gehört. Der Grund für seine Seltenheit könnte an seinen Ansprüchen liegen: Der Lappländer Spitzkiel verlangt stark kalkhaltigen Boden, den es in Lappland nur vereinzelt gibt, am ehesten in der nordwestlichsten Gegend Lapplands. Meist wächst die Art an dem Wind ausgesetzten Standorten auf baumlosen Anhöhen in den Fjälls, die den ganzen Winter über nur sehr wenig von Schnee bedeckt und wo die Bedingungen ausgesprochen hart sind, wo aber andererseits die dünne Schneedecke zeitig im Frühjahr schmilzt. Im Sommer heben sie sich oft als spärlich bewachsene Schotterflecken im Gelände ab. Der einzige heutzutage bekannte Pflanzenbestand in Finnland befindet auf der Anhöhe des Saanatunturi auf etwa 660 m Höhe, die Art wurde aber außerdem beispielsweise auf dem Gebiet des Naturparks von Malla gefunden, sodass man in Lappland, wenn man sich für Pflanzen interessiert, die Augen offenhalten sollte.

Der Lappländer Spitzkiel ähnelt von seinem Wesen her sehr stark dem verbreiteten Alpentragant (Astragalus alpinus). Die Unterschiede zwischen den Gattungen sind klein und die meisten bei der Bestimmung im Gelände unbrauchbar. Das Schiffchen der Blumenkrone ist jedoch bei den Traganten immer ohne Stacheln, bei den Spitzkielen deutlich stachlichspitzig – eine Eigenschaft, die sich auch im Namen widerspiegelt. Zusätzlich gibt es auch Unterschiede in der Form und Behaarung der Fiederblättchen.

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