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Mittleres Wintergrün

Pyrola media

  • Familie: Heidekrautgewächse – Ericaceae,
    (früher Wintergrüngewächse – Pyrolaceae)
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Mit unterirdischen Ausläufern.
  • Höhe: 10–30 cm. Stängel kahl.
  • Blüte: Blumenkrone glockenartig, weiß-rötlich, 7–10 mm lang; fünf Blütenblätter. Kelch fünfteilig, Lappen dreieckig eiförmig. 10 Staubblätter. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, eine Narbe (Narbe fünfteilig), Griffel gerade, oft schief, aus der Blüte herausstehend. Blütenstand aufrechte Traube mit gewöhnlich über 10 Blüten, Blüten nickend. Oft spärlich blühend.
  • Blätter: Als Grundrosette, gestielt, überwinternd. Blattstiel herablaufend, so lang wie die Spreite oder kürzer. Blattspreite rund – länglich rund, gekerbt, hart, dick, gebeult. Laubblätter am Grund wechselständig, klein, scheidenartig – schuppenartig.
  • Frucht: Sich fünfteilig öffnende nickende Kapsel.
  • Standort: Frische und trockene Heidewälder, Hangwälder, Kiesabhänge.
  • Blütezeit: Juni–Juli.

Das Mittlere Wintergrün ist besonders von seinen Blüten her eine Zwischenform des Rundblättrigen (P. rotundifolia) und des Kleinen Wintergrüns (P. minor). Wahrscheinlich ist es aus einer Kreuzung dieser beiden Wintergrüne entstanden, deren Chromosomenzahl sich verdoppelt hat. Dadurch kann sich das Mittlere Wintergrün selbstständig wie eine ganz normale Art vermehren und keimende Samen produzieren. Die Kreuzung könnte mehrere Mal entstanden sein, da das Mittlere Wintergrün außer in Europa auch im Himalaja wächst. Die Wintergrüne können sich über bedeutende Strecken ausbreiten, da ihre extrem kleinen Samen leicht auch von schwachen Luftströmungen getragen werden. Die Samen der Wintergrüne zählen zu den kleinsten der Pflanzenwelt: Auf ein Gramm gehen etwa eine Viertelmillion.

Das Mittlere Wintergrün ist in Südfinnland recht verbreitet und wird nach Norden hin seltener. In Lappland ist es sehr selten, aber noch in den Fjällbirkenwäldern von Kilpisjärvi gibt es einige Vorkommen. Die Art selbst in den Kerngebieten ihrer Verbreitung zu finden, ist nicht unbedingt einfach, da sie auf kleinen Flecken wächst, ohne jemals richtiggehend umfangreiche Pflanzenbestände zu bilden. Meistens entwickeln sich die Bestände auf Moränengrund, in lichten Kieferwäldern und an Felsabhängen.

Im Vergleich zum Rundblätttrigen Wintergrün ist die Blattspreite beim Mittleren Wintergrün nicht genauso rundlich, sondern eigentümlich gebeult. Die Stiele sind meist so lang wie die Blattspreite und schmal herablaufend. Die Blumenkrone ist wie beim Kleinen Wintergrün glockenartig und auch die Färbung ist gleichartig, die Blüte aber ist größer und der Griffel des Gynoeceums ist in der Blüte deutlich sichtbar. Die Kreuzung zwischen Rundblättrigem und Kleinem Wintergrün sieht wie ein kleines Mittleres Wintergrün aus. Die Blüten der Kreuzung sind kleiner als beim Mittleren Wintergrün und als Erbe des Rundblätttrigen Wintergrüns ist der Griffel des Gynoeceums leicht gekrümmt, beim Mittleren Wintergrün ganz gerade. Die sterile Zwischenform entwickelt auch keinerlei Samen, sondern die Blumenkrone und die Staubblätter bleiben ohne abzufallen sogar den Winter über stehen.

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