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Mutterkraut

Tanacetum parthenium

  • Familie: Asterngewächse – Asteraceae (Compositae)
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 10–50 cm. Stängel oft schon am Grund verzweigt, gefurcht. Riecht stark würzig.
  • Blüte: Die Blüten bilden von den Deckblättern geschützte blütenartige, ca. 1,5 cm breite Körbchen. Randblümchen des Körbchens weiß, zungenförmig; Scheibenblüten gelblich, röhrenförmig oder manchmal wie die Randblümchen. 5 Staubblätter. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, zwei Narben. Drei Reihen Deckblätter, fein behaart, grün. 2–35 Körbchen als doldentraubenartige Gruppe.
  • Blätter: Wechselständig, gestielt-sitzend. Blattspreite breit lanzettlich – eiförmig, gewöhnlich fiederspaltig, fein behaart, matt-gelbgrün, Lappen gezähnt, an der Spitze rund.
  • Frucht: Vielfach geriefte Nuss, an deren Spitze sich ein niedriger, kronenförmiger Hautring befindet.
  • Standort: Rasenflächen, Höfe, Wegränder, Brachland, Mülldeponien. Zierpflanze, Überbleibsel des Anbaus und Kulturflüchtling.
  • Blütezeit: Juli–Oktober.

Das Mutterkraut ist in Finnland eine recht selten angepflanzte Staude. Die randblümchenlose Form kann man sich leicht als Verwandte des heimischen Gemeinen Rainfarns (T. vulgare) vorstellen, aber mit ihren weißen Randblümchen erinnern die Körbchen stärker etwa an die Wiesenmargerite (Leucanthemum vulgare) oder an die alltäglichere Geruchlose Kamille (Tripleurospermum inodorum). In Finnland wurde das Mutterkraut dann auch etwas verwechselungsanfällig oft ähnlich wie die Wiesenmargerite bezeichnet. Die Gattungskennzeichen der Korbblütler haben sich auf viele Arten und mehrfach geändert. Erst in letzter Zeit scheint sich ihre Systematik zu festigen. Die Abgrenzung der Gattungen ist, sofern nicht gänzlich eine Glaubensfrage, für gewöhnlich doch sehr stark abhängig davon, welche Eigenschaften die Forscher betonen. Den Anschein von Willkür mag noch der Umstand verstärken, dass für gewöhnlich die Gattungsgrenzen der Korbblütler mithilfe von für das bloße Auge unsichtbaren Merkmalen der Nuss gezogen werden, manchmal auch auf Chromosomenverbindungen, gleichartige Keimentwicklung und chemische Gemeinsamkeiten der Pflanzen gestützt.

Das Mutterkraut wird im Garten als unkomplizierte, reichlich blühende, einjährige Pflanze für Beeteinfassungen gezogen. Neben der Naturform gibt es zusätzlich auch gefüllte Arten. Die Pflanzenzüchter haben ihr Interesse auch auf das Laub der Pflanze gerichtet, das zu einer gelbgrünen Farbform gezüchtet wurde. Das Mutterkraut wird auch als Schnittblume eingesetzt, wobei es haltbar ist, sowie als Trockenblume. Das Mutterkraut gedeiht am besten an eher trockenen Stellen und hier und dort gedeiht es in Südfinnland so gut, dass es sich auch in die ungepflegte Vegetation verbreitet hat. Eine Neigung sich festzusetzen hat es am ehesten auf Åland, in Varsinais-Suomi und Uusimaa gezeigt, aber sogar bis in die Gegend von Tampere gibt es Funde von langlebigen Pflanzenbeständen. Als vereinzelte Art wurde es auch weiter nördlich getroffen, bis nach Kajaani.

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