© Copyright: Bilder: Jouko Lehmuskallio.
All rights reserved.

Niederliegendes Vergissmeinnicht

Myosotis decumbens

  • Familie: Raublattgewächse – Boraginaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Mit Wurzelstock.
  • Höhe: 15–40 cm. Stängel aufsteigend–aufrecht, verzweigt, nach außen zeigend-eng anliegend behaart.
  • Blüte: Strahlig, 6–8 mm breit. Blumenkrone leuchtend blau, verwachsenblättrig mit kurzer Kronröhre und flachen Kronblattzipfeln, fünfteilig, Röhre länger als der Kelch, Schuppen am Schlund der Röhre. Kelch verwachsenblättrig, fünfteilig, fast bis zur halben Höhe eingeschnitten, Lappen schmal dreieckig; Härchen an der Spitze gerade, am Grund reichlich steif aufrechte, nach außen zeigende Hakenhaare; in der Fruchtphase Kelch 4–5 mm lang, offen, mitsamt Teilfrüchtchen abfallend. Fünf Staubblätter, an der Röhre der Blumenkrone angewachsene Staubfäden. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel. Blütenstand halbseitiges Dichasium, d. h. Wickel, der traubenartig länger wird; Blüten für gewöhnlich ohne Deckblätter. Blütenstiel eng anliegend behaart, nach der Blüte etwa doppelt so lang wie der Kelch.
  • Blätter: Wechselständig. Grundständige Blätter gestielt, Stiel herablaufend; Laubblätter sitzend. Blattspreite lanzettlich – verkehrt eiförmig, ganzrandig, behaart.
  • Frucht: Vierteilige Spaltfrucht. Teilfrüchtchen (Klausen) eiförmig, glatt, ca. 2 mm lang.
  • Standort: Fjällbirkenwälder, Laubwälder, Bachläufe, Quellfluren, Flachmoore.
  • Blütezeit: Juli-August.

Das Niederliegende Vergissmeinnicht wächst nur im nördlichsten Teil Finnlands, wird aber auch vom eifrigen Lapplandbesucher leicht übersehen. Die Pfade der Touristen und der Rentiere verlaufen zum Großteil über trockene Heiden: Günstigere Standorte für das Niederliegende Vergissmeinnicht sind laubwaldartige Fjällbirkenwälder, Bachläufe und Quellfluren. Diese Stellen locken den üblichen Touristen nicht, da sie Gestrüppe haben und nass, für den Menschen teilweise regelrecht unpassierbar sind. Der an Pflanzen interessierte Naturfreund sollte trotzdem an vielversprechend aussehenden Stellen einen Abstecher vom Pfad weg machen, da das Niederliegende Vergissmeinnicht zu den schönsten indigenen Vergissmeinnichten Finnlands gehört.

Das aus den Gärten Südfinnlands bekannte und heutzutage vielerorts auch in der Natur wuchernde Waldvergissmeinnicht (M. sylvatica) ähnelt dem Niederliegenden Vergissmeinnicht, hat aber für gewöhnlich noch größere Blüten. Zusätzlich ist sein Kelch beinahe bis an den Grund eingeschnitten und die Hakenhaare am Grund des Kelchs sind kürzer. Für gewöhnlich gibt allerdings bereits der Fundort einen guten Hinweis für die Artenbestimmung: Das Waldvergissmeinnicht wächst eigentlich nicht nördlich des Polarkreises.

Andere Arten derselben Gattung
Andere Arten derselben Familie

Follow us!



Arten bestimmen!

Sivun alkuun / Top of the page