Dracocephalum sibiricum

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Nordischer Drachenkopf

Dracocephalum ruyschiana

  • Familie: Familie: Lippenblütengewächse – Lamiaceae (Labiatae)
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 20–60 cm. Oft mehrstängelig. Stängel steif, vierkantig, fast kahl. Starker Geruch.
  • Blüte: Blumenkrone zweiseitig symmetrisch, blau-blaurot, 20–30 mm lang, deutlich länger als der Kelch, verwachsenblättrig, zweilippig, langröhrig. Oberlippe der Blumenkrone zweiteilig, schmal, gewölbt; Unterlippe dreiteilig, Mittelteil deutlich größer als die Seitenlappen. Kelch zweilippig, fünfteilig, mit 15 Nerven, blauviolett getönt. Oberlippe des Kelchs dreiteilig, Mittelteil deutlich breiter als die Seitenlappen. 4 Staubblätter, von denen 2 kurz und 2 lang. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, zwei Narben. Blütenstand ährenartige, aus achselständigen Wirteln gebildete kurze, dichte Gruppe am Zweigende.
  • Blätter: Gegenständig, meist sitzend. Blattspreite linealisch-lanzettlich, gedeckt–grün, ganzrandig, Ränder nach unten gebogen.
  • Frucht: Vierteilige Spaltfrucht.
  • Standort: Gärten, Bergabhänge, Kiesabhänge. Zierpflanze, Kulturüberrest.
  • Blütezeit: Juli–August.

Der Nordische Drachenkopf gedeiht auf trockenen Wiesen, Heiden und Felsen. Er ist von seinem Charakter her eine typische Pflanze der Steppen – in Skandinavien ist er wahrscheinlich ein Überbleibsel der Zeit eines Klimas, das trockener und von den Temperaturen her kontinentaler als zurzeit war. Heutzutage kommt die Art auf kleinen Gebieten in Südostnorwegen und Südschweden vor. Die Art kommt innerhalb der Grenzen des heutigen Finnlands nicht indigen vor, das nächste Vorkommen liegt jedoch gleich hinter der Ostgrenze am Ladogasee, Onegasee und bei Olonez in Karelien. Man pflanzt ihn auch als Zierpflanze an und er kann an geeigneten Standorten in die Natur auswildern, obgleich das Verbreitungsvermögen der Art nicht besonders ist. Auch die in Finnland gefundenen indigen wirkenden Vorkommen wurden wahrscheinlich irgendwann als Zierde an den Ort gebracht. Die Drachenköpfe sind in der finnischen Natur fast selten und für gewöhnlich nur vereinzelte Gäste. Der Nordische Drachenkopf unterscheidet sich als Art schon durch die linealischen, ganzrandigen Blätter; die Blätter der anderen hier anzutreffenden Arten sind breiter und gesägt. Zusätzlich riecht der Nordische Drachenkopf stark, wenn nicht sogar berauschend, viele andere Arten der Gattung sind fast geruchlos. Früher legte man im Garten wesentlich mehr Wert auf den Duft der Blüten als heutzutage und der kräftig duftende Nordische Drachenkopf war daher auch eine Klasse für sich, um eine besondere Stimmung zu schaffen.

Den aus Gärten ausgewilderten Sibirischen Drachenkopf (D. sibiricum) unterscheidet man vom Nordischen Drachenkopf leicht mithilfe der gesägten, eiförmigen Blätter.

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