E. Humilis Erigeron humilis Erigeron humilis

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Nordisches Berufkraut

Erigeron borealis

  • Familie: Asterngewächse – Asteraceae (Compositae)
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 15–25 cm. Stängel unverzweigt, manchmal gewunden, graubehaart, oft rotbraun.
  • Blüte: Die Blüten bilden von den Deckblättern geschützte blütenartige, 2–3 cm breite Körbchen. Randblümchen der Körbchen anfangs weiß, später hell(blau)rot, zungenförmig; Zwischenblüten fadenartig; Scheibenblüten anfangs gelblich, später braunrötlich, röhrenförmig, klein. 5 Staubblätter. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, zwei Narben. Deckblätter überlappen sich, oft unterschiedlich lang, schmal, weiß behaart, kahl an der Spitze, braunviolett. Gewöhnlich Körbchen einzeln am Ende des Stängels, selten weiter unten zusätzlich 1–2 kleinere Körbchen.
  • Blätter: Hauptsächlich als Grundrosette, am Stängel wechselständig. Untere Blätter gestielt, obere sitzend. Blattspreite lanzettlich – schmal verkehrt eiförmig, ganzrandig, Rosettenblätter spitz, manchmal stachlichspitzig, beinahe kahl, Laubblätter schmal, graubehaart.
  • Frucht: Behaarte, 1,8–2,5 mm lange Nuss, an der Spitze mit unverzweigten oder nur schwach verzweigten Härchen besetzt.
  • Standort: Fjällheiden, Geröllhalden, Felsen, Felswände.
  • Blütezeit: Juni–August.

Das Nordische Berufkraut ist in Finnland bedroht und im ganzen Land geschützt.

Das Nordische Berufkraut ist eine der seltensten finnischen Pflanzen und kommt höchstens auf einigen großen Fjälls, auf Wiesen der unteren baumlosen Fjällzone und der Waldgrenze, an Flussufern, auf Kies und an Felswänden im Nordwestzipfel Finnlands vor. Heutzutage sieht man das Nordische Berufkraut streng genommen häufiger in den Sammlungen der Botanischen Museen als in der freien Natur. Besonders in den 1940er Jahren, bald nachdem die Art in Finnland zum ersten Mal berichtet wurde, wurde sie geradezu mit vollen Händen in die Herbarien einverleibt und durch die unbarmherzige Sammlerei ist sie wohl selten geworden. Aufgrund seiner Seltenheit ist das Nordische Berufkraut heutzutage geschützt. Die größten und beständigsten Vorkommen befinden sich ungeachtet der Sammlerei am Südhang des Saanatunturi. Das Nordische Berufkraut gab es zumindest früher am Urtasvaara, später wurde ebenfalls am benachbarten Kovddoskaisi ein kleiner Bestand gefunden und auch am Pikku-Malla wurde ein spärliches Vorkommen beobachtet. Über diese bekannten Standorte des Nordischen Berufkrauts gibt es jedoch keine aktuellen Daten, sodass jeder in den großen Fjälls wandernde Pflanzenfreund mit seinen Beobachtungen die Informationen zur Entwicklung des Bestandes und zur gegenwärtigen Situation ergänzen kann. Die finnischen Vorkommen des Nordischen Berufkrauts sind mit dem kräftigen Bestand in Norwegen verbunden und über die Grenze getragene Samen könnten an geeigneten Plätzen sogar neue Vorkommen begründen.

Das Nordische Berufkraut unterscheidet man von den anderen in den Fjälls Lapplands wachsenden Berufkräutern schon aufgrund seiner Größe: Es ist mit seinen ungefähr zehn Zentimetern annähernd doppelt so hoch wie das Niedrige Berufkraut (E. humilis) und das Einköpfige Berufkraut (E. uniflorus). An seinen Körbchen fehlen auch die Zwischenblüten, was es besonders vom Einköpfigen Berufkraut unterscheidet. Die von den zahlreichen Unterarten des Scharfen Berufkrauts manchmal auch auf baumlosen Anhöhen wachsende Unterart E. acris spp. politus ist mit ihren zahlreichen Körbchen für gewöhnlich leicht zu unterscheiden.

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