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Orientalischer Mohn

Papaver orientale

  • Familie: Mohngewächse – Papaveraceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Hauptwurzel lang, verzweigt.
  • Höhe: 40–85 cm. Stängel ab halber Höhe blattlos, behaart.
  • Blüte: Strahlig, 7–10 cm breit. 4 oder 6 orangefarbene Blütenblätter, für gewöhnlich ohne Tupfen, manchmal am Grund dunkelroter oder violetter Fleck. 2–3 Kelchblätter, die mit Öffnen der Blüte abfallen. Viele Staubblätter. Verwachsenblättriges Gynoeceum mit vielen Narben. Blüten einzeln am Ende des Stängels. Knospe nickend, eiförmig.
  • Blätter: Als Grundrosette und verdreht längs des Stängels, gestielt–sitzend. 2–5 Laubblätter bis auf halbe Stängelhöhe. Blattspreite fiederteilig, Rand unregelmäßig zähnig.
  • Frucht: Kegelförmige, etwa 20 mm lange Kapsel. Obenauf Narbenscheibe mit 8–15 violetten Narbenstrahlen.
  • Standort: Alte Gärten, Wegränder. Zierpflanze, Kulturflüchtling.
  • Blütezeit: Juni.

In Finnland wächst keine einzige natürlich vorkommende Mohnart. Wegen ihrer prächtigen Blüten sind sie jedoch beliebte Gartenpflanzen und manchmal sieht man vereinzelte Exemplare ausgewildert auch auf Feldern und am Wegrand wachsen. Der ursprünglich auf steinigen Hängen und trockenen Wiesen im Kaukasus, im Nordiran und in der Westtürkei wachsende Orientalische Mohn wird schon lange auch in finnischen Blumenbeeten gezogen. Er wurde jedoch später mit der Entdeckung großblütigerer Mohnarten als traditionelle Staudenpflanze selten. Der Orientalische Mohn könnte inzwischen sogar als sortenreine Art im Garten verschwunden sein: Für gewöhnlich sind die angepflanzten Gartenmohnarten Kreuzungen verschiedener Arten. Die meisten davon vermehren sich überhaupt nicht über Samen, weswegen man sie selten außerhalb gepflegter Gärten sieht.

Den Orientalischen Mohn kann man am ehesten mit dem anderen, als Zierpflanze verbreiteten Mohn, dem Papaver pseudoorientale verwechseln. Die besten Erkennungsmerkmale für den Orientalischen Mohn sind die nur bis auf halbe Höhe reichenden Blätter, die nickenden Blütenknospen, die für gewöhnlich einfarbig orangefarbenen Blütenblätter der Blüte und die sich an ihrer Spitze befindende kegelförmige Kapsel. Die prächtigsten gefüllten Sorten erkennt man auf den ersten Blick gar nicht unbedingt als Mohnarten. Anders als die anderen Arten ihrer Gattung ist der Orientalische Mohn keine Heilpflanze.

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