© Copyright: Bilder: Jouko Lehmuskallio.
All rights reserved.

Pfenniggilbweiderich

Lysimachia nummularia

  • Familie: Primelgewächse — Primulaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Wurzelstock lang. Mit langen Ausläufern.
  • Höhe: 50–160 cm lang. Stängel schlaff, sich windend, manchmal wurzelnd, fast kahl.
  • Blüte: Blumenkrone verwachsenblättrig mit kurzer Kronröhre und flachen Kronblattzipfeln, gelb und dunkelgepunktet, 20–30 mm breit, fünfteilig, Lappen an der Spitze rundlich, kurzbehaart. Kelchblätter herzförmig. 5 Staubblätter. Gynoeceum verwachsenblättrig, eine Narbe. Blüten einzeln oder zu zweit in den Blattachseln.
  • Blätter: Gegenständig, kurzstielig. Blattspreite eiförmig-fast rund, am Grund rund oder herzförmig, ganzrandig, dunkel gepunktet.
  • Frucht: Kugelförmige, sich fünfteilig öffnende Kapsel, kürzer als der Kelch. Entwickelt sich selten.
  • Standort: Rasenflächen, Grabenränder, Heiden, Ufer, Laubwälder, Felsabhänge. Zierpflanze und Kulturflüchtling.
  • Blütezeit: Juli–September.

Die indigenen finnischen Gilbweidericharten sind aufrecht wachsende Feuchtgebietspflanzen. Der schlaffe Stängel des als Zierpflanze in Finnland eingeführten Pfenniggilbweiderichs wächst dagegen sich eng am Boden windend. Ein anderer offensichtlicher Unterschied ist die Form der Blätter: Die anderen finnischen Arten haben eiförmige oder lanzettliche Blätter, die Blattspreite des Pfenniggilbweiderichs ist oft klein und rundlich wie eine Metallmünze – davon hat die Pflanze auch ihren wissenschaftlichen Namen erhalten. Bei der Untersuchung der Blüten bemerkt man jedoch die Verwandtschaft mit den anderen in Finnland wachsenden Gilbweiderichen.

Der Pfenniggilbweiderich wächst indigen bereits in humushaltigen Laubwäldern in Dänemark und Südschweden. Die Art hat sich als dankbare, pflegeleichte Gartenpflanze erwiesen, die am besten an ausreichend feuchten, halbschattigen oder sogar schattigen Plätzen gedeiht. Die Art gedeiht auch in Finnland so gut, dass sie vielerorts in Süd- und Mittelfinnland aus Anlagen auf Rasen, in Parkanlagen, in Höfe und auf Brachland ausgewildert ist. Die Art breitet sich hauptsächlich vegetativ über Ausläufer aus und bildet umfangreiche, teppichartige Pflanzenbestände. Tests haben gezeigt, dass die Pflanze selbststeril ist, der Samenertrag ist jedoch selbst bei Fremdbestäubung gering. Oft ist bei Pflanzen, die sich stark vegetativ vermehren, die Samenproduktion sowieso gering.

In einem Pflanzenbuch aus dem Mittelalter wurde die Art Centrum Morbidium genannt, frei übersetzt die „100 Krankheiten Heilende“. Mit ihr wurden beispielsweise Gicht und Blutungen behandelt. Auch viele andere Gilbweideriche haben medizinische Eigenschaften.

Andere Arten derselben Gattung
Andere Arten derselben Familie

Follow us!

Arten bestimmen!

Sivun alkuun / Top of the page