Verbascum lychnitis Verbascum lychnitis Verbascum olympicum

© Copyright: Bilder: Jouko Lehmuskallio.
All rights reserved.

Prachtkönigskerze

Verbascum speciosum

  • Familie: Braunwurzgewächse – Scrophulariaceae
  • Wuchsform: Zweijährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 50–200 cm. Stängel dicht kurz behaart, gräulichweiß.
  • Blüte: Blumenkrone fast strahlig, 20–30 mm breit, gelb, verwachsenblättrig mit kurzer Kronröhre und flachen Kronblattzipfeln, fünfteilig. Kelch fünfteilig. Fünf Staubblätter, Staubfäden und zumindest an den untersten zwei Staubblättern auch die Staubbeutel (gelb)weiß behaart. Gynoeceum verwachsenblättrig, eine Narbe. Blütenstand ährenartig, lang- und reich verzweigt.
  • Blätter: Als Grundrosette und am Stängel wechselständig. Grundständige Blätter kurzstielig, obere Laubblätter sitzend, etwas stängelumfassend, kurz herablaufend. Blattspreite lanzettlich – schmal verkehrt eiförmig (obere Laubblätter eiförmig – rundlich), beidseitig dicht mit Sternhaaren besetzt, grau, ganzrandig, gewellter Rand.
  • Frucht: Eiförmige, 6–8 mm lange, sich am Rand öffnende Kapsel.
  • Standort: Wegränder, Felseinschnitte, Brachland. Zierpflanze, selten ausgewildert.
  • Blütezeit: Juni–September.

In der großen Gattung der Königskerzen gibt es etwa 250 Arten, von denen der Großteil im Mittelmeerraum vorkommt. Die meisten dieser Arten kreuzen sich untereinander auch noch leicht, sodass der an Pflanzen interessierte Reisende in südlichen Gefilden selbst während eines längeren Urlaubs Beschäftigung findet. In Finnland kommt der Hobbybotaniker glimpflicher davon: Einheimisch trifft man hier nur zwei Arten an und als sich möglicherweise etablierende Arten oder Zierpflanzenflüchtlinge nur ein paar weitere.

Die Prachtkönigskerze steht für die neueren eingeschleppten Arten dieser Gattung. Ihr prächtiger, kerzenhalterartig verzweigter Blütenstand zieht an den offenen Standorten der Art sicher die Blicke auf sich. Die Blütezeit der einzelnen Blüte ist sehr kurz, nur ein paar Tage, aber der ganze Blütenstand hält sehr lange Zeit. Die Bestäuber – Schwebfliegen, Bienen und Hummeln – lockt die Pflanze mit ihren wunderschön gelben Blüten an, deren Farbeindruck der die Staubblätter umgebende, weiße, lange und dichte, aus einzelligen Härchen gebildete Pelz verstärkt. Die Blüten haben keinen Nektar, aber die Pflanze belohnt die Insekten mit ihrem Blütenstaub.

In der Natur Südfinnlands kann man selten auch einige andere Königskerzen finden, beispielsweise die wie die Prachtkönigskerze reich verzweigte Mehlige Königskerze (V. lychnitis) und die weniger stark verzweigte Windblumenkönigskerze (V. phlomoides).

Andere Arten derselben Gattung
Andere Arten derselben Familie

Follow us!



Arten bestimmen!

Sivun alkuun / Top of the page