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Primula stricta

 
  • Familie: Primelgewächse – Primulaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Wurzelstock sehr kurz.
  • Höhe: 5–20 cm, in der Fruchtphase bis zu 35 cm. Stängel gerade – leicht gebogen, blattlos, behaart, an der Spitze manchmal Blütenstiel mit wenigen Drüsenhaaren (mehlig).
  • Blüte: Blumenkrone trichterförmig, blaurot, mit gelbem Schlund, 4–9 mm breit, verwachsenblättrig, mit schmaler Röhre, fünfteilig, Lappen an der Spitze eingekerbt. Kelch glockenartig, dunkel gepunktet, an der Innenseite mit Drüsenhaaren (mehlig), Lappen spitz. 5 Staubblätter. Gynoeceum verwachsenblättrig, eine Narbe. Blütenstand dichte Dolde am Ende des Blütenstiels mit 2-8 Blüten.
  • Blätter: Als Rosette; Stiel etwa so lang wie das Blatt, herablaufend. Blattspreite verkehrt eiförmig, am Grund spitz zulaufend, Blattspreite ungeteilt oder für gewöhnlich an der Spitze grob gezackt, besonders an der Unterseite mit einigen Drüsenhaaren (mehlig).
  • Frucht: Schmale, sich fünfteilig öffnende, 5–8 mm lange Kapsel, viel länger als der Kelch.
  • Standort: Uferwiesen, Bachläufe, Flussufer, Felsen und Steine am Ufer.
  • Blütezeit: Juni–Juli.

Primula stricta ist in Finnland eine bedrohte Art.

Am wahrscheinlichsten trifft man Primula stricta innerhalb von Finnland bei Inari in Lappland und nordöstlich von Kuusamo. Die Art gedeiht an nährstoffarmen Standorten, jedoch nicht in einer geschlossenen Vegetation. Frühjahrsüberschwemmungen oder der Eisgang haben die von der Art bevorzugten Standorte auf natürliche Art relativ offen gehalten. Der Bau von Wasserkraftwerken, die Staustufen in den Flüssen und die Regulierung des Wasserspiegels sind für die Art verhängnisvoll und haben sie in den letzten Jahren selten werden lassen. Die Ergebnisse von Umsiedlungsversuchen waren nicht sehr ermutigend, sodass man die letzten Standorte der Art am besten möglichst naturbelassen erhalten sollte.

Unter den extremen Verhältnissen in Lappland ist die Bestäubung der dort wachsenden Primula stricta im Lauf des kurzen nordischen Sommers unsicherer als bei den südlicheren Verwandten. Ihre Blüten haben daher auch im Unterschied zu diesen einen vereinten Griffel: Die Staubblätter und die Samenblätter liegen auf derselben Höhe, sodass die Pflanze sich leicht selbst bestäuben kann und sich auch ohne den Besuch von Bestäuberinsekten Samen bilden.

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