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Pyramidengünsel

Ajuga pyramidalis

  • Familie: Lippenblütengewächse – Lamiaceae (Labiatae)
  • Höhe: 10-25 cm.
  • Blüte: Zweiseitig symmetrisch. Die hellblaue-blauviolette Blumenkrone ist zweilippig, 10-18 mm lang. Die Oberlippe ist kurz und zweiteilig. Die Unterlippe ist dreiteilig. Die Lappen des fünfzähligen, lang behaarten Kelchs sind schmal, ca. 5 mm lang und am Ende spitz. Das Gynoeceum besteht aus zwei miteinander verwachsenen Fruchtblättern. Der Fruchtknoten ist vierteilig. Vier am Oberteil der Röhre der Blumenkrone angewachsene Staubblätter.
  • Blätter: Kreuzweise gegenständig. Die Blattspreite der zum Grund hin schmäler werdenden Rosettenblätter ist länglich – verkehrt eiförmig, 5-7 cm lang, an der Spitze rund, beidseitig behaart, am Rand schwach gezähnt oder fast ungeteilt. Die Laubblätter sind deutlich kleiner als die Rosettenblätter, sitzend, länglich – verkehrt eiförmig, am Grund schmal, an der Spitze rund, behaart und am Rand schwach gekerbt. Die oberen Blätter sind oft teilweise blaurot.
  • Frucht: Vierteilige Spaltfrucht. Teilfrüchtchen länglich, gelbbraun.
  • Standort: Halden, Weiden und Weideplätze, fruchtbare Wiesen, Gehölze.
  • Blütezeit: Mai-Juni.

Der mehrjährige Pyramidengünsel ist eine westeuropäische Pflanze, deren östlichste Vorkommen in Finnland liegen. Die Art ist wahrscheinlich im Zuge der Neubesiedlung nach der Zeit der von Schweden durchgeführten Kreuzzüge (ca. 1050-1290 n. Chr.) hierher gekommen.

Die zur Gattung Ajuga gehörenden Pflanzen weisen nicht den für die meisten Mitglieder ihrer Familie (Lamiaceae) bekannten starken Geruch auf. Der Pyramidengünsel wird mit dem Verschwinden von Weideland und Waldweiden seltener. Als niedrig wachsende Pflanze ohne Ausläufer kann er nicht z. B. gegen die Vergrasung ankommen. In den Pflanzensamen ist ein ölhaltiges Anhängsel, das Elaiosom, das Ameisen auf Futtersuche anlockt. Die Art verbreitet sich gerade über den Transport durch die Ameisen.

In Finnland kann man auch zwei andere Ajuga-Arten antreffen, den Kriechenden Günsel (A. reptans)und den Genfer Günsel (A. genevensis). Beide wurden als Zierpflanzen angebaut und sind in der Natur Kulturflüchtlinge. Den Kriechenden Günsel unterscheidet man von seinen nahen Verwandten auf Grund der bis zu 50 cm langen oberirdischen Ausläufer. Die Blattspreiten des Genfer Günsels sind grob gezähnt und die Staubblätter viel länger als die Oberlippe. O. g. Arten können sich miteinander kreuzen.

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