Mentha aquatic Mentha arvensis

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Quirlminze

Mentha x verticillata

  • Familie: Lippenblütengewächse – Lamiaceae (Labiatae)
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 20–70 cm. Stängel verzweigt, ungleichmäßig behaart, oft rötlich.
  • Blüte: Gewöhnlich nur eingeschlechtige Stempelblüten. Blumenkrone leicht zweiseitig symmetrisch, hell rötlich, ca. 4 mm lang, vierteilig. Der oberste Lappen ist breiter als die anderen, an der Spitze eingekerbt. Kelch schmal glockenartig, fünfteilig, gefurcht, deutlich zehnnervig, spärlich behaart. Lappen dreieckig. Vier fast gleich lange Staubblätter reichen bis zu den Blumenkronenblättern. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, zwei Narben. Blütenstand aus einzelnen, in großen Abständen stehenden, dichten, vielblütigen achselständigen Wirteln gebildete Gruppe am Zweigende, an der Zweigspitze kleine Rosette.
  • Blätter: Gegenständig, gestielt. Blattspreite verbreitert länglich, oft gestutzt, gesägt.
  • Frucht: Es entwickelt sich keine Frucht.
  • Standort: Ufer, Bachläufe, Gräben und feuchte Wiesen.
  • Blütezeit: Juli–August.

Die Quirlminze ist eine sterile Kreuzung aus Wasserminze (M. aquatica) und Ackerminze (M. arvensis), sie breitet sich jedoch mithilfe unterirdischer Ausläufer wirkungsvoll am Gewässerrand aus. So hat sie sich auch aus dem gegenwärtigen, hauptsächlich auf Åland beschränkten Verbreitungsgebiet der Wasserminze ausgebreitet und ist verbreiteter als diese. Der länglichschmale, spitz gezähnte und sehr deutlich nervige Kelch stammt von der Wasserminze, die Verzweigtheit und der lange Abstand zwischen den Blütenständen kommen von der Ackerminze. Die Behaarung variiert je nach den Stammexemplaren: Offensichtlich haben sich beide Unterarten der Wasserminze – die Wasserminze (ssp. aquatica) und die Unterart ssp. litoralis – eigenständig mit der Ackerminze zur Quirlminze gekreuzt. Zur Verbreitung der Quirlminze mag auch ihr Anbau in Gärten beigetragen haben. Die Pflanze wurde verwendet, um einen angenehmen Duft im Zimmer zu haben, nicht so sehr als Gewürz oder Medizin. Man benutzte sie beispielsweise in Duftsträußchen zusammen mit ihren Verwandten Salbei, Zitronenmelisse, Lavendel, Thymian sowie mit der zu den Korbblütlern gehörenden Eberraute, mit denen man sich bei langweiligen Predigten wach hielt und unangenehme Gerüche im Umfeld überdeckte. Die dekorativen und duftenden, oft auch noch als Kräuter zu gebrauchenden Minzen passen gut auch in den modernen Garten. Zur Freude von Insektenfreunden locken sie Nektarsauger und Schmetterlinge gut an.

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