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Rainfarnphazelie

Phacelia tanacetifolia

  • Familie: Raublattgewächse – Boraginaceae (früher Wasserblattgewächse – Hydrophyllaceae)
  • Wuchsform: Einjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 20–60 cm. Stängel wenig verzweigt, am Oberteil behaart.
  • Blüte: Blumenkrone verwachsenblättrig mit kurzer Kronröhre und flachen Kronblattzipfeln, blau, 6–9 mm breit, fünfteilig. Kelch tief fünfteilig, so lang wie die Blumenkrone. Fünf Staubblätter, länger als die Blumenkrone. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, zwei Narben. Blütenstand dichtes, halbseitiges, zweiastiges Dichasium d. h. Wirtel.
  • Blätter: Wechselständig, gestielt. Blattspreite länglich, fiederspaltig, Lappen gezähnt – schwach eingeschnitten.
  • Frucht: Zweiteilige Kapsel.
  • Standort: Honig- und Zierpflanze, Anbauüberbleibsel und auf Gemüsebeeten eingeschleppt, Feldränder, Wegränder, Brachland.
  • Blütezeit: Juli–September.

Damit sich eine Blütenpflanze vermehren kann, muss Blütenstaub eines Artgenossen auf ihre Narbe gelangen. Viele Pflanzen setzen Tiere als Kuriere ein, von denen die ersten und auch heute noch zahlreichsten verschiedene Insekten sind. Die Pflanzen erhalten schnell und genau Blütenstaub von einer Blüte zur anderen geliefert, die Bestäuberinsekten bekommen für ihre Botendienste Nahrung als Lohn. Die ersten, die die Blüten besuchten, waren Käfer. Sie bestäubten die Samenanlage, während sie Blütenblätter und Blütenstaub fraßen, verursachten dabei aber gleichzeitig reichlich Schaden an den Blüten. Heutzutage produzieren die Blüten meist Nektar oder Blütenstaub als Nahrung für die Insekten und viele Insekten ihrerseits sind darauf spezialisiert, Blüten als Nahrungsquelle zu verwenden.

Die Nektarpflanzen könnten eine große Bedeutung für die Mehrung und den Erhalt des Formenreichtums der städtischen Natur haben. Inzwischen spricht man schon viel über die Mehrung des Formenreichtums auf Grünflächen, oft jedoch ist die vom Menschen gestaltete Umgebung so gebaut, dass der Anteil der Natur klein bleibt. Betonziegel, Asphalt oder gemähter Rasen bedecken den Großteil der unbebauten Fläche und aus Sicht der Vielfalt der Natur sind sie fast tote Gebiete. Viele Naturfreunde schätzen jedoch die Biodiversität auch in ihren eigenen Winkeln. Gärten, von naturbelassenen wildwiesenartigen Flecken bis hin zu gepflegten gestalteten Gärten können echte Wiegen des Formenreichtums sein. Die Pflanzen locken auch Kleintiere und Insekten aus der näheren Umgebung an. Das Wohlergehen vieler schöner und auch nützlicher Tiere kann man besonders durch die Beachtung ihrer Bedürfnisse wesentlich verbessern: Geflügelte kleine Gäste kann man zur eigenen Freude an die bei ihnen beliebten Futterpflanzen locken. Die den ganzen Sommer lang Nektar produzierende Rainfarnphazelie lockt regelmäßig Schmetterlinge und Hautflügler in den Hof – wie viele andere Nektarpflanzen ist sie schon als solche schön und mit ihrer langen Blütezeit dankbar. Die Honigpflanze lockt allerdings auch Schwebfliegen, Käfer, Ameisen, Blattläuse und Spinnen an. Viele Zeitgenossen mögen diese kleinen Tiere scheuen, aber sie alle haben ihren Platz in der Natur. Die Phazelie kann auch über gewisse Zeit in verlassenen Anlagen oder Blumenbeeten hartnäckig der finnischen Natur trotzen. Die ursprüngliche Heimat der Art liegt in den Südwestteilen der USA und in Nordmexiko.

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