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Raps und Steckrübe

Brassica napus

  • Unterarten oder Varietäter: Raps (B. napus var. oleifera, B. napus ssp. oleifera), Steckrübe (B. napus var. rapifera, B. napus var. napobrassica, B. napus ssp. rapifera)
  • Familie: Kreuzblütengewächse – Brassicaceae (Cruciferae)
  • Wuchsform: Ein- oder zweijährige krautige Pflanze. Wurzel dünn (var. oleifera) oder kegelförmig verdickt, gelb-grün-violett (var. napobrassica).
  • Höhe: 100–150 cm. Stängel verzweigt, kahl.
  • Blüte: Blumenkrone strahlig, gelb, ca. 1–1,5 cm breit; vier Blütenblätter, 10–15 mm lang. Vier Kelchblätter. 6 Staubblätter, von denen 4 lang und 2 kurz. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, eine Narbe. Blütenstand in der Fruchtphase länger werdende Traube. Blüten fast auf der Höhe der Knospen.
  • Blätter: Wechselständig, untere gestielt, obere sitzend, stängelumfassend. Blattspreite kahl, blaugrün, grundständige Blätter leicht eingeschnitten, obere ungeteilt, lanzettlich.
  • Frucht: Sich längs öffnende, gewöhnlich 5–8 cm lange, nach außen zeigende-aufrechte Schote mit vielen Samen, an der Spitze leicht walzenförmiger, 1–2 cm langer Schnabel ohne Samen.
  • Standort: Felder, Wegränder, Mülldeponien, Häfen und Holzabladeflächen. Kulturpflanze, Kulturüberrest und -flüchtling.
  • Blütezeit: Juni-Juli.

Die Stammform des Rapses und der Steckrübe ist indigen unbekannt. Sie ist in Europa offensichtlich recht spät und wahrscheinlich in mehreren Anläufen als Kreuzung von Gemüsekohl (B. oleracea) und Rübsen / Speiserübe (B. rapa) entstanden, es ist aber unklar, ob erst die Vorstufe der Steckrübe entstand, aus der dann der Raps gezüchtet wurde, oder umgekehrt.

Unter den aufgrund der Verwendungsart unterschiedenen Zuchtformen der Art unterscheidet man den Raps als herbst- oder frühjahrsannuelle Ölpflanze, die weltweit in der gemäßigten Klimazone angebaut wird. In Finnland, der Nordgrenze für den Rapsanbau, ist das Überwintern des im Herbst keimenden Herbstrapses unsicherer als beim nah verwandten Herbstrübsen (Brassica rapa ssp. oleifera): Die empfindliche Überwinterungsknospe des Rapses liegt etwas über der Erdoberfläche, beim Rübsen seinerseits liegt sie gerade an der Grenze, besser geschützt. Der im Frühjahr gesäte Frühjahrsraps reift so spät im Herbst, dass die Ernte unsicherer ist als beim Frühjahrsrübsen. Als Futterpflanze wird der Raps nördlicher als als Ölpflanze angebaut, die Steckrübe gedeiht sogar noch weiter nördlich.

Die Steckrübe ist eine zweijährige Hackfrucht, Die Steckrübe und der Raps können als Flüchtlinge oder eingeschleppt auch in der finnischen Natur wachsen, meist in der Gegend von Feldern oder an stark befahrenen Stellen. Zusätzlich findet man in Finnland auch den nah verwandten Rübsen, dessen unterste Blätter rein-grün und etwas behaart und die Blüten kleiner sind und bei dem die Knospen unter den geöffneten Blüten liegen.

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