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Roter Fingerhut

Digitalis purpurea

  • Familie: Wegerichgewächse – Plantaginaceae
    (früher Braunwurzgewächse – Scrophulariaceae)
  • Wuchsform: Zweijährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 50–150 cm. Stängel unverzweigt.
  • Blüte: Blumenkrone glockenartig oder trichterförmig, leicht zweiseitig symmetrisch, blaurot oder rot, manchmal weiß oder hellgelb, für gewöhnlich von innen gefleckt, 4–5 cm lang, verwachsenblättrig, sehr schwach vierteilig, nickend. Kelch fünfteilig. 4 Staubblätter, von denen 2 lang und 2 kurz. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel. Blütenstand vielblütige, lange, halbseitige Zweigtraube.
  • Blätter: Wechselständig, am Grund langstielig, weiter oben immer kurzstieliger. Blattspreite länglich-lanzettlich-eiförmig, gekerbt, auf der Unterseite dicht filzig behaart.
  • Frucht: Eiförmige Kapsel.
  • Standort: Steinige Abhänge, Waldränder, Wegränder, Brachland und Gärten. Zierpflanze sowie Überbleibsel des Anbaus und Kulturflüchtling.
  • Blütezeit: Juli–August.

Der Rote Fingerhut ist eine beliebte Zierpflanze in Höfen und Gärten und im Süden Finnlands kann man ihn ab und an auch in die Natur ausgewildert antreffen. In der Hauptsache ist er ein Überbleibsel von Pflanzungen auf alten Gutshöfen und Bauernhöfen, dem es nur selten gelingt, sich von seinem ursprünglichen Standort weit zu entfernen. Der Fingerhut bevorzugt feuchtes Meeresklima und hat es in Finnland nicht richtig geschafft, sich an seinen typischen Standorten zu etablieren. Die Art wächst natürlich vorkommend am nächsten von Finnland schon in Schweden.

Die oberirdischen Teile des Roten Fingerhuts sind sehr giftig. Man behauptet, dass er die am stärksten auf die Herzfunktion wirkende Pflanze ist und er kann schon in kleinen Mengen schwere Vergiftungszustände hervorrufen bis hin zum tödlichen Herzkammerflimmern. Andererseits haben die in der Pflanze enthaltenen Digitalisglykoside ihren Platz in der Medizin: Zur Blütezeit gesammelte Blätter werden noch immer als Rohstoff für Präparate zur Behandlung von Herzinsuffizienz verwendet.

Die Blumenkrone des Roten Fingerhuts ist für gewöhnlich rot oder blaurot, manchmal auch weiß. Im südwestlichsten Eck Finnlands, auf Åland, wächst fast etabliert, wenn auch selten, eine gelbblütige Art, der Großblütige Fingerhut (D. grandiflora). Er wächst natürlich vorkommend bereits im Baltikum, am nördlichsten in der Gegend von Riga und in Saaremaa in Estland. In Finnland wird er als Zierpflanze angepflanzt und hat sich dann auch aus dem Blumenbeet auf der anderen Seite des Gartenzauns ausgebreitet.

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