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Rundblättriger Sonnentau

Drosera rotundifolia

  • Familie: Sonnentaugewächse – Droseraceae
  • Höhe: 5–20 cm.
  • Blüte: Blütenhülle klein, strahlig, ca. 1 cm breit. Fünf weiße Blütenblätter. Fünf Staubblätter, verwachsenblättriges Gynoeceum dreizählig. Blütenstand 3–10-blütiges halbseitiges Dichasium. Der am Grund gerade Blütenstängel ist deutlich länger als die Blätter.
  • Blätter: Langstielig, rot. Blattspreite rundlich-nierenförmig, auf der Oberseite reichlich lange, rote und Schleim abgebende Drüsenhaare. Grundrosette eng anliegend.
  • Frucht: Sich vierteilig öffnende Kapsel. Braune Samen sehr schmal, glatt.
  • Standort: Trockenere Kiefernbruchwälder und Hochmoore, Uferstreifen.
  • Blütezeit: Juni–Juli.

Die Sonnentaupflanzen (Drosera) sind sog. fleisch- bzw. insektenfressende Pflanzen. In der fast weltweit vorkommenden Gattung des Sonnentaus gibt es etwa 90 Arten. Der Großteil wächst auf der südlichen Erdhalbkugel, besonders in Australien.

In Europa gibt es drei Arten, die auch in Finnland wachsen. Der wissenschaftliche Name der Gattung kommt aus dem Griechischen und bedeutet tauig. Die Sonnentauarten fangen Insekten mit den Drüsenhaaren auf der Oberseite ihrer Blätter. Die rote Farbe der Drüsenhaare und die darauf glänzenden Schleimtropfen locken die Beute zu den Blättern. Wenn das Tier am Schleim kleben geblieben ist, bewirken chemische Reize und das Zappeln des Beutetieres eine Neigung der Drüsenhaare zur Berührungsfläche hin, und wenn der Reiz ausreichend stark war, beginnt sich die gesamte Blattspreite einzurollen. Die Drüsenhaare sondern Enzyme ab, die die weichen Teile der Beute auflösen. Nach der „Mahlzeit“ richtet sich das Blatt auf und das einzig verbliebene Chitingerüst wird dem Wind überlassen. Die Sonnentaupflanzen haben auch viele volkstümliche Bezeichnungen wie u. a. „Schleimgras“, „Heidengras“. Er wurde als Heilpflanze verwendet, um u. a. Schwielen und Hühneraugen sowie Keuchhusten zu heilen. Der Rundblättrige Sonnentau ist von den finnischen Arten die verbreitetste und anspruchsloseste. In Nordfinnland bevorzugt er nährstoffreiche Standorte und weiter im Süden meidet er diese eher.

In Südfinnland ist er ausdrücklich eine Typenart für nährstoffarme Sümpfe und trockene Torfmooshöcker. Der Langblättrige Sonnentau (D. anglica) ist die größte der drei Sonnentauarten Finnlands. Man unterscheidet ihn leicht vom Rundblättrigen Sonnentau auf Grund der schmaleren und größeren Blätter. Zusätzlich bevorzugt er nasse Standorte wie Flarkmoore und Moortümpel. Am nördlichen Rand seines Verbreitungsgebiets bevorzugt er nährstoffreiche Nährböden.

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