© Jorma Karjalainen Ranunculus sulphureus

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Schneehahnenfuß

Ranunculus nivalis

  • Familie: Hahnenfußgewächse – Ranunculaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 6–15 cm, in der Fruchtphase bis zu 25 cm. Stängel aufrecht, für gewöhnlich unverzweigt, schwach kantig, am Oberteil spärlich braunbehaart. Am Grund 2–3 cm lange Blattscheiden.
  • Blüte: Blumenkrone strahlig, dunkelgelb, 18–28 mm breit; fünf Blütenblätter, länger als die Kelchblätter. Fünf Kelchblätter, dicht braun behaart, lange verbleibend. Blütenboden 1,5–5 mm lang, kahl oder an der Spitze spärlich behaart. Viele Staubblätter. Gynoeceum mit getrennten Blättern, mehrere Fruchtblätter. 1–2 Blüten, einzeln am Ende des Stängels.
  • Blätter: Wechselständig, 1–5 grundständige Blätter, langstielig, 1–3 Laubblätter, sitzend. Grundständige Blätter nierenförmig, für gewöhnlich am Grund herzförmig, dreiteilig, Mittelteil ungeteilt, Nebenlappen 2–3-teilig. Laubblätter eingeschnitten, Lappen schmal verkehrt eiförmig – länglich.
  • Frucht: 1,5–2 mm lange Nuss, an der Spitze ein ca. 1 mm langer, fast gerader Stachel. Mehrere Nüsse zusammen.
  • Standort: Schneegebiete auf baumlosen Fjällanhöhen, feuchte Senken, Schmelzwasserrinnen, Laubholzdickichte, Bachläufe, Ufer.
  • Blütezeit: (Juni–)Juli–August.

In Finnland gibt es keine eigentliche arktische Tundra, in den Fjälls in Lappland existieren jedoch weite Gebiete baumloser Anhöhen oberhalb der Waldgrenze. Ihre Baumlosigkeit rührt von der Höhe des Geländes her: Mit steigender Höhe sinkt die durchschnittliche Temperatur um fast ein Grad pro 100 m und auf den Gipfeln in Nordlappland kommen Bäume nicht mehr zurecht. Die krautige Vegetation ist jedoch vielfältig: Ungeachtet einer scheinbaren Eintönigkeit ist die baumlose Anhöhe ein Mosaik aus vielerlei Pflanzenstandorten und dort wachsen beispielsweise viele an die eigentümliche Umgebung angepasste kleine Hahnenfußarten.

Der Schneehahnenfuß wächst auf den großen Fjälls von Enontekiö und Utsjoki auf baumlosen Anhöhen an Stellen, an denen der Schnee liegen bleibt, und an vom Fließwasser vernässten Plätzen, die südlichsten Standorte befinden sich im Ounastunturi. Zur Blütezeit ist der Schneehahnenfuß nur gut 10 cm hoch, aber seine Blüte ist wie bei vielen Fjällarten im Vergleich zur Pflanze recht groß. Wenn die Samen reifen, streckt sich der Stängel noch in die Länge und die vom Schmelzwasser transportierten Nüsse gelangen manchmal bis weit in den Unterlauf an kiesbedeckte Ufer. Die Bestände in der Waldzone sind jedoch ausnahmslos kurzlebig – das Klima ist einfach zu warm für eine Fjällart.

Der dem Schneehahnenfuß sehr stark ähnelnde, bedrohte Schwefelgelbe Hahnenfuß (R. sulphureus) gedeiht nur an den ganzen Sommer über feuchten Stellen. Die zum nördlichsten finnischen Artenbestand gehörende Pflanze kommt in Finnland nur im Nordwestzipfel Lapplands ganz an der Grenze zu Norwegen in Varddoaivi, Guonjarvárri und Luossanibba vor, vereinzelt auch anderswo. Am besten unterscheidet man die Arten aufgrund der grundständigen Blätter voneinander, deren Blattspreite beim Schwefelgelben Hahnenfuß am Grund breit keilförmig und schwach 5–9-teilig oder gezähnt ist.

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