Potentilla nivea ssp. chamissonis Potentilla nivea ssp. chamissonis Potentilla nivea ssp. chamissonis

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Schneeweißes Fingerkraut

Potentilla nivea

  • Familie: Rosengewächse – Rosaceae
  • Höhe: Unterart ssp. nivea 5–20 cm, Unterart ssp. chamissonis 15–30 cm.
  • Blüte: Durchmesser 1-2 cm, strahlig und fünfzählig. Blütenblätter gelb, gleich lang oder etwas länger als die Kelchblätter. An der Außenseite der Kelchblätter Außenkelch. Viele getrennte Fruchtblätter, 10-30 Staubblätter. Blütenboden behaart. Blütenstand ist eine schmale Doldentraube.
  • Blätter: Wechselständig, mit Nebenblättern. Langstielige grundständige Blätter und kurzstielige oder sitzende Laubblätter gewöhnlich drei- manchmal fünffingrig gefiedert. Fiederblättchen länglich oder verkehrt eiförmig, auf der Unterseite dicht weißfilzig. Endblättchen der Unterart ssp. chamissonis gestielt.
  • Frucht: Nuss mit kurzem Stachel.
  • Standort: Schutthalden von Fjälls und von Schluchten, steile Felswände.
  • Blütezeit: Juli–August.

Das Schneeweiße Fingerkraut ist in Finnland von seiner Verbreitung her zweigeteilt: es wächst als seltene Art in Nordwestlappland und möglicherweise in den Fjällgebieten um Inari herum sowie an den Wänden der Schluchten bei Kuusamo. Das Schneeweiße Fingerkraut vermehrt sich apomiktisch, d. h. ohne Befruchtung, so dass die entstehenden Nachkommen der Mutterpflanze gleichen. Unter extremen Verhältnissen ist Apomixis ein gutes Mittel, Samen zu produzieren, auch wenn weit und breit weder Bestäuber noch Fortpflanzungspartner zu finden sind; der Nachteil besteht darin, dass die Nachkommen vom Erbgut her Kopien der Mutterpflanze sind und keine Mutation zur Verbesserung der Anpassung erfolgt. Für solche Pflanzen ist eine große Zahl sich voneinander nur wenig unterscheidender, aber getrennt bleibender Kleinarten typisch. Die getrennten und kleinen Populationen des Schneeweißen Fingerkrauts haben sich zu recht unterschiedlich aussehenden Beständen entwickelt und den Botanikern Kopfzerbrechen bereitet.

Eine Zeitlang wurde das Schneeweiße Fingerkraut in drei Arten geteilt, heutzutage werden diese jedoch als Unterarten angesehen. Die Unterart ssp. nivea wächst auf den Schluchtentalböden bei Kuusamo-Salla, auf dem Takkaselkä-Fjäll, in Nordost-Enontekiö und in den Tälern des Flusses Kevojoki bei Utsjoki, die Unterart ssp. chamissonis wächst in Koillismaa, auf den Fjälls von Enontekiö und bei Utsjoki. Zusätzlich wächst in Nordostnorwegen die in Finnland fehlende Unterart ssp. subquinata. Sowohl das Schneeweiße Fingerkraut als auch die Unterart ssp. chamissonis sind geschützt.

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