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Schwarze Flockenblume

Centaurea nigra

  • Familie: Asterngewächse – Asteraceae (Compositae)
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Wurzelstock kräftig.
  • Höhe: 30–80 cm. Stängel unverzweigt – an der Spitze mit kurzen Verzweigungen, unter dem Körbchen dick, spärlich kurzbehaart, etwas rau.
  • Blüte: Die Blüten bilden von den Deckblättern geschützte blütenartige, 2–3 cm breite Körbchen. Randblümchen am Körbchen fehlen; Scheibenblüten bläulichrot, röhrenförmig. 5 Staubblätter. Gynoeceum mit einem Griffel, zwei Narben. Außenkelch fassförmig, Deckblätter überlappen sich in mehreren Reihen, am Grund grün, Spitzenanhängsel schwarz, lanzettlich – eiförmig, kammartig bewimpert. Körbchen gewöhnlich einzeln am Ende der Spitzenverzweigungen.
  • Blätter: Wechselständig, sitzend. Blattspreite breit lanzettlich – länglich, ganzrandig – gezähnt, manchmal leicht eingeschnitten, gräulich- und kurzbehaart.
  • Frucht: Längliche abgeflachte Nuss, an der Spitze kurze Borsten.
  • Standort: Häfen, Bahnstrecken, Wegränder, Brachland, Rasenflächen. Vereinzelt eingeschleppt.
  • Blütezeit: Juli–September.

Die Gattung der Flockenblumen ist groß und reichlich vertreten, besonders in den Mittelmeerländern. In der finnischen Natur wachsen annähernd etabliert nur etwa fünf Arten, aber als Neophyten trifft man auch auf mehrere andere Arten. Die Schwarze Flockenblume kam im 19. Jahrhundert mit dem Ballast der Segelschiffe an die finnische Küste und die Art breitete sich im Zuge von Militärtransporten auch ins Binnenland aus. Viele dieser alten Vorkommen sind verschwunden und die Art hat sich an den Standorten nicht halten können. Auch als Zierpflanze ist sie in Finnland selten. Die Schwarze Flockenblume gehört zu den Pflanzen milder Winter, sodass sie, falls sich das finnische Klima erwärmt, hier Wohnrecht beanspruchen könnte.

Vom Blütenstand her weicht die Schwarze Flockenblume deutlich von den meisten anderen Flockenblumenarten ab, da ihr die für die Gattung typischen trichterförmigen Randblümchen, die größer als die Scheibenblüten sind und deren Aufgabe darin besteht, den Bestäubern die röhrenförmigen Scheibenblüten schmackhaft zu machen, fehlen. Eine andere, speziell für Flockenblumen typische Eigenschaft ist mit ihrer Bestäubung verbunden. Die Staubblätter ihrer Blüten reagieren auf Berührung: Wenn ein Insekt zur Blüte kommt, um Nektar zu saugen, und Blütenstaub mit sich trägt, zieht sich die von den zusammengewachsenen Staubfäden der Staubblätter gebildete Röhre nach unten und der untere Haarkranz der daran sitzenden Narbenlappen wischt auch noch den restlichen Blütenstaub weg. Danach öffnen sich die Narbenlappen und die Blüte erwartet den Besuch des nächsten Insektes und den Blütenstaub einer anderen Blüte. Die Bildung der Samen setzt mehrere Insektenbesuche voraus.

Bei der Bestimmung der Flockenblumen sind zentrale Erkennungsmerkmale die Form und die Färbung des trockenen Endteils der Deckblätter des Körbchens. Das Spitzenanhängsel der zahlreichen Schuppen des dunklen Außenkelchs ist bei der Schwarzen Flockenblume kammartig bewimpert. Abgesehen von den Randblümchen ähnelt die Schwarze Flockenblume den in Finnland verbreiteteren Phrygischen Flockenblume (C. phrygia) und der Wiesenflockenblume (C. jacea), von denen sich die letztere wohl mit ihr gekreuzt hat: In vielen Pflanzenbeständen gibt es Exemplare, bei denen die Anhängsel der Deckblätter unregelmäßig oder schwach eingeschnitten und hellbraun sind.

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