Solanum americanum Solanum americanum Solanum americanum

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Schwarzer Nachtschatten

Solanum nigrum

  • Familie: Nachtschattengewächse – Solanaceae
  • Wuchsform: Einjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 20–80 cm. Stängel aufsteigend-aufrecht, schwach kantig, kahl oder spärlich anliegend behaart, selten stark behaart.
  • Blüte: Strahlig. Blumenkrone weiß, verwachsenblättrig, mit kurzer Kronröhre und flachen Kronblattzipfeln, fünfteilig, 6-14 mm breit. Kelch verwachsenblättrig, glockenartig, tief fünfteilig. 5 Staubblätter, Staubbeutel zusammen in einer kegelförmigen Gruppe. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, zwei Narben. Blütenstand lockeres, für gewöhnlich 3–8-blütiges Dichasium.
  • Blätter: Wechselständig, gestielt. Blattspreite eiförmig, länglich oder rautenförmig, dünn, Rand grob gezähnt oder manchmal ungeteilt.
  • Frucht: Kugelförmige oder etwas breiter als lange, in reifem Zustand schwarze oder manchmal grüne, 5–10 mm lange Beere.
  • Standort: Gärten, Höfe, Anbauflächen, Erdhaufen, Brachland, Ufer.
  • Blütezeit: Juli–Oktober.

Wir können dem nordischen Klima dafür danken oder aber ihm zürnen, dass viele mitteleuropäische Pflanzen in Finnland nicht zurechtkommen oder hier selten sind. Der Schwarze Nachtschatten ist weiter südlich eine gefährliche Giftpflanze, dessen Charakter gut durch seinen Namen beschrieben ist. Dieser geheimnisvolle Name besagt, dass die Pflanze ein Verbündeter der Finsternis, des Todes und der damit verbundenen Hexen ist. Weiter südlich ist er ein verbreitetes Unkraut, in Finnland jedoch wächst der Schwarze Nachtschatten hauptsächlich an nährstoffreichen, warmen Stellen in den Gärten, auf Brachland und auch auf Feldern in Südfinnland, für gewöhnlich an Orten, die anthropogen beeinflusst sind. Auch im südlichsten Finnland gelingt es der einjährigen Pflanze nur in guten Sommern, Samen zur Reife zu bringen, und die ersten Nachtfröste sind für den oft noch im Oktober blühenden Nachtschatten verhängnisvoll. Anderswo in Europa wurde der Schwarze Nachtschatten in der Volksheilkunde verwendet: Mit der aus frischen Blättern gewonnenen, zerdrückten Blattmasse wurden Entzündungen und eiternde Wunden äußerlich behandelt. Die im Nachtschatten enthaltenen Alkaloide, besonders das Solanin, sind auch in der modernen Arzneimittelindustrie ein gebräuchlicher Rohstoff. In der Literatur gibt es sogar Daten, nach denen die Beeren und Blätter essbar seien, aber darauf sollte man sich sicherheitshalber nicht verlassen.

Vor allem in den Häfen, in den Gärten und Höfen von Südfinnland kann man vereinzelt den von seinen Blättern her ganzrandigen und stark behaarten, dem Schwarzen Nachtschatten ähnelnden Argentinischen Nachtschatten (S. physalifolium) antreffen. Am besten erkennt man ihn in der Fruchtphase, wenn der Kelch zu einem locker anliegenden, papierartigen Gehäuse um die reifende Beere herum anschwillt.

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