Brassica juncea Brassica juncea Brassica juncea

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Schwarzer Senf

Brassica nigra

  • Familie: Kreuzblütengewächse – Brassicaceae (Cruciferae)
  • Wuchsform: Einjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 40–80 cm. Stängel am Grund-ab halber Höhe verzweigt, aufrechtverzweigt, bläulich, am unteren Teil behaart, oben kahl.
  • Blüte: Blumenkrone strahlig, gelb, ca. 1 cm breit; vier Blütenblätter, dunkelnervig, 7–9 mm lang. Vier Kelchblätter. 6 Staubblätter, von denen 4 lang und 2 kurz. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, eine Narbe. Blütenstand in der Fruchtphase länger werdende Traube.
  • Blätter: Wechselständig, gestielt. Blattspreite der grundständigen Blätter fiederspaltig, Endblättchen groß, länglich. Blattspreite der Laubblätter länglich-lanzettlich, gezähnt-ganzrandig, kahl, blaugrün.
  • Frucht: Sich längs öffnende, vierkantige, 1–2 cm lange, am Stängel anliegende Schote mit vielen Samen, an der Spitze 2–3 mm langer Schnabel ohne Samen. Stiel der Schote 2–5 mm.
  • Standort: Mülldeponien, Häfen, Holzabladeflächen, Senffabriken, Brachland, manchmal Gärten.
  • Blütezeit: Juni–September.

Die Kreuzblütler sehen sich einander sehr ähnlich und variieren oft zusätzlich. Zu allem Übel tragen viele Pflanzen der Familie auch noch einen irreführenden Namen: Der Schwarze Senf gehört nicht zur Gattung des Senfs (Sinapis), sondern gehört zur Gattung der Kohlgewächse. Andererseits wurden viele, zu einer anderen Gattung (und sogar Familie) gehörenden Pflanzen auch als Kohl bezeichnet.

Der Schwarze Senf stammt wahrscheinlich aus den östlichen Mittelmeerländern oder den benachbarten Gebieten, aber heutzutage wächst er beinahe in ganz Europa. Vereinzelt trifft man ihn auch in Finnland in Häfen und an anderen Verladeplätzen an, aber das Auffinden der Art verlangt für gewöhnlich etwas Mühe und auch Glück. Die Pflanze wird schon seit Jahrtausenden als Gewürz angebaut. Anfangs wurden die in Weinessig eingelegten Blätter der Pflanze zur Speisenzubereitung genutzt. Erst im 13. Jahrhundert kam man darauf, die Pflanzensamen zu verwenden, die zu Mehl zerstoßen und zu Senf vermischt wurden. Der Senf erhält sein Aroma aus den Senfölen, die aus speziellen Vorratszellen der Pflanze, den Idioblasten, ausgeschieden werden. Der Schwarze Senf ist einer der beiden Hauptrohstoffe für industriell hergestellten Senf und aus ihm wird recht scharfer Senf gemacht. In Mengen gemessen ist der Senf das weltweit wichtigste Gewürz.

Senf stellt man auch aus den Samen des zur Gattung des Kohls gehörenden Braunen Senfs (B. juncea) her. In den letzten Jahren hat sich der Anbau der Art auch in Finnland verbreitet und man kann ihn immer häufiger auch außerhalb der Felder, wie z. B. auf Brachlandflecken und Mülldeponien finden. Am besten unterscheidet man ihn vom Schwarzem Senf in der Fruchtphase: Die Schoten der Art zeigen nach außen, sind deutlich größer und walzenförmig, d. h. ihr Querschnitt ist rund.

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