Dracocephalum ruyschiana

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Sibirischer Drachenkopf

Dracocephalum sibiricum

  • Familie: Lippenblütengewächse – Lamiaceae (Labiatae)
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 60–80 cm. Stängel kurzbehaart – fast kahl.
  • Blüte: Blumenkrone zweiseitig symmetrisch, dunkelviolett, 25–40 mm lang, mehr als doppelt so lang wie der Kelch, zweilippig, lange und verengte Röhre. Oberlippe zweiteilig, schmal, gewölbt; Unterlippe dreiteilig, Mittelteil deutlich größer als die Seitenlappen. Kelch zweilippig, gekrümmt, fünfteilig, mit 15 Nerven, teilweise dunkel blaurot. Oberlippe dreiteilig, Lappen fast alle gleich groß. 4 Staubblätter, von denen 2 kurz und 2 lang. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, zwei Narben. Blütenstand ährenartige, aus achselständigen Wirteln gebildete lockere, unvollständige, oft halbseitige Gruppe am Zweigende.
  • Blätter: Gegenständig, gestielt. Blattspreite lanzettlich – länglich-schmal, spitz zulaufend, am Grund schwach gestutzt oder herzförmig, gezähnt.
  • Frucht: Vierteilige Spaltfrucht.
  • Standort: Gärten, Höfe, Wegränder, Brachland und Felder.
  • Blütezeit: Juni–August.

Die Gattung der Drachenköpfe unterscheidet sich von den Katzenminzen (Nepeta) und den Gundermann-Arten (Glechoma) aufgrund des ährenartigen endständigen Blütenstandes und der Details im Bau der Blüte. In vielen Einzelfällen ist die Gattungsgrenze jedoch unklar: Auch in Finnland wird der als Zierpflanze angebaute und manchmal vereinzelt anzutreffende Sibirische Drachenkopf besonders in der alten Literatur ab und an unter dem Namen Nepeta sibirica zu den Katzenminzen gezählt. Vom Gesamterscheinungsbild ähnelt er auch stark den Katzenminzen, von den Details der Blüte her ist er jedoch eindeutig ein Drachenkopf. Der wissenschaftliche Name der Gattung Dracocephalum weist auf die für die Drachenköpfe typische Form der Blüten hin. Der Name kommt von den griechischen Wörtern drakón, „Drachen“, und kefalé, „Kopf“ – genau betrachtet ähnelt die interessant aussehende Blüte entfernt dem Kopf eines Drachens.

In Finnland wächst keiner der Drachenköpfe indigen, einige Arten haben sich jedoch mehr oder weniger in der Natur etabliert und zudem trifft man manchmal auch außerhalb von Gärten als Zierpflanzen angebaute Arten an. Der Sibirische Drachenkopf überdauert als zähe Pflanze lange dort, wo er einmal angepflanzt wurde oder sich ausgebreitet hat. Neben ihm wird in finnischen Gärten beispielsweise der Nordische Drachenkopf (D. ruyschiana) angepflanzt. Die Arten sind beispielsweise anhand der Blätter leicht zu unterscheiden; Beim Nordischen Drachenkopf sind sie linealisch und ganzrandig, beim Sibirischen Drachenkopf breiter und gesägt.

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