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Sprossende Fransenhauswurz

Jovibarba globifera

  • Synonym: Jovibarba sobolifera, Sempervivum soboliferum
  • Familie: Dickblattgewächse – Crassulaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Mit Ausläufern.
  • Höhe: Blütenstandsachse 10–20 cm, Grundrosette 2,5–4 cm breit.
  • Blüte: Blumenkrone strahlig-glockenartig, hellgelb, ca. 1 cm breit; sechs Blütenblätter, bewimpert, 15–20 mm lang. Kelch sechsteilig, Lappen lang bewimpert. 12 Staubblätter. Gynoeceum mit getrennten Blättern, 6 Fruchtblätter. Blütenstand einseitiges Dichasium, d. h. Wickel.
  • Blätter: Als halbkugelförmige Grundrosette und am Stängel wechselständig. Blattspreite der Rosettenblätter verkehrt eiförmig, gekrümmt, stark spitz zulaufend, drüsig behaart, fleischig, ganzrandig, oft an der Spitze rotbraun. Blattspreite der Laubblätter eiförmig.
  • Frucht: Hülse mit vielen Samen, von denen gewöhnlich vier zusammen.
  • Standort: Felsen. Überbleibsel des Anbaus, manchmal ausgewildert.
  • Blütezeit: Juni-Juli.

Die Hauswurz ist in Finnland eine sehr beliebte Stein- und Felsengartenpflanze. Die Pflanze braucht mehrere Jahre, um zum Blühen groß genug zu werden, wonach sie abstirbt, sodass man die exotisch aussehenden Blütenstände selten bewundern kann. Die hauptsächliche Zierde der Art ist dann auch die fleischige, kugelförmige Grundrosette. Die Rosetten lösen sich leicht vom Untergrund und die Pflanze breitet sich mit ihrer Hilfe vegetativ auch auf neue Flächen aus. Die Hauswurz trifft man in Finnland als Kulturflüchtling auf Felsen an den trockensten und der Sonne am stärksten ausgesetzten Stellen an. Den Freunden von Wildpflanzen bereiten die ausgewilderten Zierpflanzenvorkommen oft Kopfschmerzen, da die Grenzziehung zwischen an ihrem Standort überdauert habenden, vereinzelten Flüchtlingen und wirklich einheimisch gewordenen Pflanzen oft schwierig ist, sogar unmöglich. Die natürliche Verbreitung der Hauswurz reicht recht nah an die finnische Südostgrenze, sodass das Gedeihen der Pflanze in Finnland kein großes Wunder ist.

Die nahe Verwandte der Hauswurz, die Dachhauswurz (Sempervivum tectorum) ist eine ähnliche, besonders in alten Gärten oft anzutreffende Sukkulentenpflanze. Ihren Namen hat sie dadurch erhalten, dass sie früher auf Platten- und Torfdächern gepflanzt wurde, um Brände zu verhindern. Mit dem Übergang zu moderneren Dachkonstruktionen ist auch die Hauswurz fast ganz verschwunden. Sie hält sich jedoch hartnäckig in der finnischen Natur, vielfach auf Felsen, sogar auf einer verschwindend dünnen Humusschicht. Als einheimische Art wächst sie in den Gebirgen Mittel- und Südeuropas sowie Westasiens.

Zur Gattung der Hauswurz gehören 42 Arten, zur Untergattung Jovibarba nur fünf Arten. Zusätzlich kreuzen sich die Hauswurze auch in der Natur leicht untereinander und die Pflanzenzüchter haben hunderte verschiedener Sorten aus ihnen gezüchtet. Die Hauswurz der Untergattung Jovibarba unterscheidet man von den eigentlichen Hauswurzen beispielsweise anhand der am Ende der dünnen fadenartigen Ausläufer gebildeten Rosetten.

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