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Stechender Hohlzahn

Galeopsis tetrahit

  • Familie: Lippenblütengewächse – Lamiaceae (Labiatae)
  • Höhe: 20-70 cm.
  • Blüte: Zweiseitig symmetrisch. Die Blumenkrone ist gewöhnlich anilinrot, zweilippig, behaart, 15-20 mm lang. Am Schlund der Blumenkrone befindet sich ein gelber Fleck. Die Oberlippe ist gewölbt. Die dreiteilige Unterlippe ist am Grund dunkler als die anderen Blütenteile, gewöhnlich dunkel gemustert, mit breit hellem Rand. Das Mittelteil ist fast viereckig, flach, an der Spitze stumpf oder rund. Die Blätter des fünfzähligen, glockenartigen Kelchs sind schmal, steif aufrecht, stachlichspitzig, behaart und an der Außenfläche auch drüsig behaart. Der Kopf der Drüsenhaare ist rot. Das Gynoeceum besteht aus zwei miteinander verwachsenen Fruchtblättern. Der Fruchtknoten ist vierteilig. Ein Griffel. Vier unter dem Schlund der Blumenkrone angewachsene Staubblätter, von denen zwei kurz und zwei lang sind.
  • Blätter: Gegenständig, gestielt. Die Blattspreite ist eiförmig, mit langen Spitzen und spitz, am Rand groß- und spitz gezähnt, eng anliegend behaart.
  • Frucht: Vierteilige Spaltfrucht. Teilfrüchtchen länglich, etwas flach, braun.
  • Standort: Anbauflächen, Brachland, Felsen.
  • Blütezeit: Juli-September.

Der einjährige Stechende Hohlzahn ist ein deutlich Stickstoff suchendes Unkraut. In Finnland trifft man ihn auch auf Stallhöfen, an Hauswänden und an Misthaufen. Die Samen der Pflanze sind nicht sehr langlebig. Sie können ihre Keimfähigkeit bereits innerhalb von drei Jahren verlieren.

Der Zweispaltige Hohlzahn kann schwer vom Stechenden Hohlzahn (G. bifida) zu unterscheiden sein. Die Arten unterscheiden sich jedoch voneinander z. B. hinsichtlich ihrer unterschiedlichen Blumenkronen. Der mittlere Lappen der Unterlippe des Zweispaltigen Hohlzahns ist an der Spitze eingekerbt und eindeutig länger als breit. Die Knotenabstände am Stängel des Zweispaltigen Hohlzahns sind für gewöhnlich auf der ganzen Länge dicht borstig und die Drüsenhaare unter den Knoten haben helle Köpfe oder fehlen. Der Stängel des Stechenden Hohlzahns ist ab der Hälfte des Knotenabstands nach unten hin oft spärlich behaart oder kahl und die Drüsenhaare unter den Knoten haben rote Köpfe.

Die Hohlzähne können auf Grund ihrer fiedernervigen Blätter von den Taubnesseln (Lamium spp.) unterschieden werden, deren Blattspreite deutlich handnervig ist. Auch der Blütenaufbau der Gattungen unterscheidet sich, da die Seitenteile der Unterlippe der Blumenkrone bei den Taubnesseln klein, mit dem Mittelteil vereint sind oder gänzlich fehlen. Die Hohlzähne sind borstig behaart, während die Taubnesseln weich behaart sind.

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