© Copyright: Bilder: Jouko Lehmuskallio.
All rights reserved.

Stumpfblättriger Ampfer

Rumex obtusifolius

  • Familie: Knöterichgewächse – Polygonaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 50–130 cm. Stängel am Grund fast unverzweigt, Verzweigungen des oberen Teils aufrechter.
  • Blüte: Strahlig, Durchmesser etwa 5 mm, zweigeschlechtig. In der Blütenhülle zwei Wirtel aus je drei Blättern. Blätter des äußeren Hüllenwirtels klein und nach außen – schräg nach vorne zeigend. Der innere Wirtel bildet die Valven, deren Blätter breit-eiförmig dreieckig sind. 6 Staubblätter. Verwachsenblättriges Gynoeceum dreizählig mit drei Griffeln. Gelenk des Blütenstiels (5–10 mm) an der Blattgrundseite des Stiels. Blüten in Wirteln, Blütenstand Doppeltraube.
  • Blätter: Niederblätter wechselständig, recht langstielig, kahl. Blattspreite breit eiförmig, am Grund herzförmig, an der Spitze rund, 10–25 cm lang, doppelt so lang wie breit, fast ohne Furchen, Ränder leicht kurvig. Blätter kahl oder auf der Unterseite papillös (an der Oberfläche kleine Erhebungen). Laubblätter wechselständig, schmal eiförmig – lanzettlich.
  • Frucht: Lappen der Valven schmal eiförmig – eiförmig, an der Spitze stumpf, 4–6 mm lang, oft gezähnt (siehe Unterarten), zumindest an einem, oft an allen länglicher Knoten. Fruchtstiel 2–10 mm, doppelt so lang wie der Kelch, Gelenk an der Blattgrundseite. Nuss 2,5–3,5 mm, hellbraun.
  • Standort: Höfe, Brachland, Wegränder, fruchtbare Ufer.
  • Blütezeit: August–Oktober.

Zu den Ampfern gehören weltweit an die zweihundert Arten, von denen in Finnland etwa 20 wachsen. Die Ampfer bilden eine recht problematische Gruppe, da die Arten sich leicht untereinander kreuzen – der Stumpfblättrige Ampfer besonders mit dem Wasserampfer (R. aquaticus), dem Flussampfer (R. hydrolapathum), dem Krausen Ampfer (R. crispus) und dem Langblättrigen Ampfer(R. longifolius). Bei der genauen Artenbestimmung sind die Erkennungszeichen am Kelch der reifen Früchte hilfreich (oft regelrecht unverzichtbar).

Den Stumpfblättrigen Ampfer unterscheidet man von den anderen Ampfern – wie der Name bereits sagt – mit Hilfe der gestutzten und recht breiten Blätter. Auf Englisch heißt die Art dann auch breitblättriger Ampfer (broad-leaved dock). Der recht seltene Gedrungene Ampfer (R. confertus) hat genauso breite oder breitere Blätter. Zur Unterscheidung sind die Valven des Gedrungenen Ampfers am Grund herzförmig und sehr breit.

Vom Stumpfblättrigen Ampfer gibt es in Finnland drei Unterarten, den Gewöhnlichen Stumpfblättrigen Ampfer (ssp. obtusifolius), den Mittleren Stumpfblättrigen Ampfer (ssp. transiens) und den Östlichen Stumpfblättrigen Ampfer (ssp. silvestris). Man unterscheidet die Unterarten am besten auf Grund der Gezähntheit der Kelchlappen und anhand der Knoten; Beim Gewöhnlichen Stumpfblättrigen Ampfer sind die Zähne am längsten und schmalsten und er hat nur einen Knoten; Beim Östlichen Stumpfblättrigen Ampfer sind die Zähne am kürzesten oder er ist ungezähnt. Beim Mittleren Stumpfblättrigen Ampfer und beim Östlichen Stumpfblättrigen Ampfer sitzen an allen (d. h. an drei) Kelchlappen Knoten.

Andere Arten derselben Gattung
Andere Arten derselben Familie

Follow us!



Arten bestimmen!

Sivun alkuun / Top of the page