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Sumpfdreizack

Triglochin palustris

  • Familie: Dreizackgewächse – Juncaginaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Wurzelstock kurz. Mit Ausläufern, am Ende der Ausläufer im Herbst Überwinterungsknospen.
  • Höhe: 5–50 cm. Stängel unverzweigt, ca. 1 mm dick bis zum Grund.
  • Blüte: Strahlig, 2–3 mm breit. 6 Blütenblätter, kelchblattartig, grün. 6 Staubblätter. 6 Fruchtblätter. Blütenstand lange, lockere Traube, Blütenstiele fast aufrecht, in Richtung der Blütenstandachse.
  • Blätter: Blätter als Grundrosette, sitzend, aufrecht. Blattspreite linealisch, halb walzenförmig, 0,5–2 mm breit.
  • Frucht: Schmal keulenförmige, 6–9 mm lange, ab dem Grund in drei Teile zerfallende Spaltfrucht.
  • Standort: Ufer, Quellfluren, offenes Moor, feuchte Wiesen, Gräben.
  • Blütezeit: Juni–Juli.

Der Sumpfdreizack ist in jeder Hinsicht zarter und unscheinbarer als sein Verwandter, der Stranddreizack (T. maritima) – bescheidener auch hinsichtlich des Standorts, da ihm neben den Meeresufern auch fruchtbare Seeufer, Quellfluren, feuchte Wiesen und nährstoffreiche offene Moore zusagen. Der Mensch schuf ihm außerdem neue Standorte an Uferwiesen, auf feuchten Feldern, an Wegrändern und in Gräben. Der recht verbreitete – wenn auch oft nicht sehr zahlreich auftretende – Sumpfdreizack wächst in ganz Finnland, er bleibt jedoch selbst dem aufmerksamen Wanderer leicht verborgen. Er ist jedoch leicht zu bestimmen: Aus der Mitte der von den schmalen, nach schräg oben gerichteten Blättern gebildeten Rosette steigt der aufrechte Stängel hoch, an dem sich die sehr unscheinbaren Blüten befinden.

Der Sumpfdreizack ist wie die anderen Dreizackgewächse windbestäubt und hat drei Blütenphasen: Zuerst reifen die Fruchtblätter, dann öffnen sich die äußeren Staubblätter und, nachdem diese abgefallen sind, zuletzt die inneren Staubblätter. Besonders charakteristisch sieht der Sumpfdreizack aus, wenn die Samen bereits reifen und die lange Traube voll von aufrechten, schmalen, dreiteiligen Spaltfrüchten ist. Der Aufbau der Spaltfrüchte des Sumpfdreizacks gab der gesamten Gattung der Dreizackgewächse ihren wissenschaftlichen Namen: Triglochin bedeutet „Dreizack“. Die stachelartigen spitzen Unterteile der Teilfrüchtchen dringen leicht in die Fell- oder Gefiederdecke vorüberkommender Tiere ein und mit diesen gelangt der Sumpfdreizack an neue Standorte.

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