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Sumpfstorchschnabel

Geranium palustre

  • Familie: Storchschnabelgewächse – Geraniaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Wurzelstock kurz, dick, schief-leicht aufrecht, braun geschuppt.
  • Höhe: 30–50 cm. Stängel eher schlaff, kantig, nach unten außen zeigend, lang behaart.
  • Blüte: Strahlig, 25–30 mm breit. 5 Blütenblätter, rötlich blaurot, an der Spitze rund. 5 Kelchblätter, häutig berandet, behaart, stachlichspitzig, deutlich kürzer als die Blütenblätter. 10 Staubblätter. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, fünf Narben, Griffel und Grund der Narben behaart. Blüten paarweise, in den Blattachseln oder am Ende des Zweigs, Blütenstand sehr locker.
  • Blätter: Als Grundrosette und am Stängel gegenständig. Rosettenblätter langstielig, Laubblätter kurzstielig – sitzend, mit Nebenblättern. Blattspreite 5–7-eckig, handnervig, für gewöhnlich tief fünffach eingeschnitten; Lappen breit, groß- und stumpfgezähnt.
  • Frucht: Fünfteilige Spaltfrucht, Spitzenteil schnabelförmig, beim Reifen rollt sie sich auf. Teilfrüchtchen (Spaltfrüchte) an der Oberfläche glatt, nach außen zeigend behaart.
  • Standort: Feuchte Wiesen, Gräben, Gebüsche, Waldränder, Laubwälder, Gärten. Auch Zierpflanze.
  • Blütezeit: Juli–August.

Von den Storchschnäbeln sind etwa 300 Arten bekannt, von denen in Europa Dutzende und auch in Finnland 14 einheimisch sind, darunter allerdings ein Teil einjähriger, vereinzelt anzutreffender Unkrautpflanzen. Als Gartenpflanze wächst zusätzlich eine große Schar Storchschnäbel, auch in finnischen Gärten fast hundert verschiedene Taxone, d. h. Arten, Unterarten, Varietäten oder Zuchtunterarten.

Auch der Sumpfstorchschnabel wurde schon lange in Gärten angepflanzt, von wo aus er manchmal auch in die nähere Umgebung verwildert ist. Die lang blühende Art ist auch ein stattliches Plus im naturbelassenen Garten oder als Uferpflanze am Sommerhäuschen. Früher wurden indigene Pflanzen in die Gärten umgesetzt, aber heutzutage sollte der Gärtner gefundene Sumpfstorchschnäbel in Ruhe in der Natur wachsen lassen. Der Mensch hat auch sonst schon die Ausbildung des finnischen Verbreitungsgebiets der Pflanze beeinflusst: Während des Zweiten Weltkriegs, in den 1940er Jahren, kamen Samen des Sumpfstorchschnabels mit anderem aus Mitteleuropa für die Pferde und Mulis der deutschen Truppen eingeschifftem Futter nach Finnland. Der Sumpfstorchschnabel wächst in Finnland auch indigen, wenn auch selten, in den südlichsten Landesteilen in Gräben, auf feuchten Wiesen und in Gebüschen. Schon südlich des Finnischen Meerbusens ist er eine sehr verbreitete Zierde von Grabenrändern – es bleibt abzuwarten, ob er sich auch hier im Zuge der Klimaerwärmung verbreitet.

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