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Sumpfwolfsmilch

Euphorbia palustris

  • Familie: Wolfsmilchgewächse – Euphorbiaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 60–120 cm. Mehrstängelig. Stängel verzweigt, hohl. Enthält Milchsaft.
  • Blüte: Die gelbe „Scheinblüte“ wird aus der in der Mitte eines kelchartigen Gehäuses sitzenden blütenhüllenlosen Stempelblüte und den sie umgebenden Staubblüten mit je einem Staubblatt gebildet. Am Außenrand des Gehäuses rundliche, gelbliche Honigblätter ohne Zipfel. Deckblätter des Blütenstands länglich. Gynoeceum verwachsenblättrig, drei Narben. Blütenstand 5–20-ästige Doppeldolde, Verzweigungen zuerst drei-, dann zweiästig. Unterhalb der endständigen Dolde mehrere blütenbesetzte Äste.
  • Blätter: Wechselständig, sitzend. Blattspreite länglich, an der Spitze rund, ganzrandig, auf der Unterseite blaugrün. Blätter an den Verzweigungen schmaler als die Laubblätter.
  • Frucht: 5–7 mm lange, dreiteilige, feinknotige Kapsel.
  • Standort: Steinige, lichte und mit Sträuchern bewachsene Meeresufer. Auch Zierpflanze.
  • Blütezeit: Juni–Juli.

Die Sumpfwolfsmilch ist in ganz Finnland geschützt.

Die Wolfsmilcharten bilden eine der größten Pflanzengattungen auf dem Erdball. In der Gattung findet sich eine Heerschar unterschiedlicher Lebensformen, von einjährigen krautigen Pflanzen bis hin zu Bäumen und kaktusartigen Sukkulenten. Sie sind ein bedeutender Teil der Pflanzenbedeckung beispielsweise im Mittelmeerraum und in Afrika – schwer können die Touristen, die vor dem Winter auf die Kanarischen Inseln flüchten, die die Trockenvegetation beherrschenden sukkulenten Arten übersehen, selbst wenn sie die Pflanzen nicht als Wolfsmilcharten erkennen. Von den sechs Wolfsmilcharten Finnlands ist die Sumpfwolfsmilch die einzige indigene.

Die im höher gelegenen Teil auf Wiesen am Meeresufer gedeihende, im Idealfall über einen Meter hohe Sumpfwolfsmilch leuchtet während der Blüte gelb und färbt sich im Herbst komplett rot. Das Farbfeuerwerk kann man an der Küste des Finnischen Meerbusens am Küstenabschnitt zwischen Hamina und Pellinki bewundern – oder im Garten, wo die Sumpfwolfsmilch manchmal als Zierpflanze angebaut wird. Ungeachtet ihres Namens gedeiht die Art als Staude auch an eher trockenen Stellen. Die wenigen und außerdem geschützten Wildpflanzen sollte man zur Zierde der Meeresufer stehen lassen. Schon im Interesse des eigenen Wohlbefindens sollte man sich mit dem Anschauen der Wolfsmilcharten begnügen, da ihr weißer Milchsaft ausgesprochen giftig und auch äußerlich stark reizend ist. Gelangt er auf die Haut, bilden sich Blasen, auf Schleimhäuten oder im Auge ruft er schwere Verätzungen hervor. Wie bei vielen anderen Giftpflanzen wurde auch für die Wolfsmilcharten eine Heilanwendung gefunden – in der finnischen Volksmedizin wurden sie mindestens dafür verwendet, Warzen und Schwielen zu beseitigen.

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