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Telekie

Telekia speciosa

  • Familie: Asterngewächse – Asteraceae (Compositae)
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 60–200 cm. Stängel feinbehaart, grün-violettgetönt-dunkel rotbraun. Starker Geruch.
  • Blüte: Die Blüten bilden von den Deckblättern geschützte blütenartige, 5–7 cm breite Körbchen. Randblümchen der Körbchen orangegelb, zungenförmig; Scheibenblüten bräunlichgelb, röhrenförmig, klein. 5 Staubblätter. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, zwei Narben. Deckblätter überlappen sich in mehreren Reihen, äußere blattartig, eiförmig, nach außen gebogen, behaart; innere breit. Körbchen als lockere doldentraubenartige Gruppe.
  • Blätter: Wechselständig, untere gestielt, obere sitzend, fast stängelumfassend. Blattspreite bei den unteren eiförmig, am Grund herzförmig, 30–40 cm lang, bei den oberen breit länglich, doppelt gesägt, dünn, auf der Unterseite rau, auf der Oberseite fast kahl.
  • Frucht: Kantige, kahle Nuss mit schwach ausgeprägtem hautartigem Ring an der Spitze.
  • Standort: In der Nähe von Ansiedlungen, Höfe, Parkanlagen, Wegränder, Waldränder, Ufer. Zierpflanze, manchmal Überbleibsel des Anbaus und Kulturflüchtling.
  • Blütezeit: Juli–August.

Die Telekie stammt aus exotischen Gegenden: Sie wächst indigen von den Karpaten bis nach Kleinasien und zum Kaukasus. Exotisch wirkt ihr Blütenstand, der tatsächlich an eine dunkelgelb leuchtende Sonne erinnert. Gegen Ende der Wachstumsperiode reicht kein Grün der Welt mehr, um die Aufmerksamkeit des Pflanzenfreunds zu wecken, aber der leuchtende Schein der Telekie lässt niemanden kalt. Sie eröffnet die im Spätsommer liegende Blütezeit der gelbblühenden Astern schon im Juli. Die großen Blätter liefern den großen Körbchen einen frischen Hintergrund.

In Finnland wurde die Telekie meist in alten Gutshofgärten angepflanzt, als aufsehenerregende einzelne Staude oder in kleinen Gruppen. Zum ersten Mal wurde die Art Anfang des 20. Jahrhunderts nach Finnland eingeführt und ab da hat sie sich vielerorts als Kulturüberbleibsel erhalten, ist manchmal auch in die Umgebung ausgewildert. Am besten gedeiht die Telekie an einem schattigen oder halbschattigen Platz auf feuchtem Boden. Diese traditionelle Zierpflanze könnte man in großen Höfen erneut zu pflegen beginnen. Für den Schmetterlingsfreund ist eine Telekie im Garten eine gute Wahl: Die großen Körbchen bieten selbst größeren Tag- und Wanderfaltern einen Landeplatz, auch Käfer sammeln sich am Blütenstand, um Blütenstaub zu fressen.

Die Telekie ähnelt dem Echten Alant (Inula helenium), der auch eine hoch wachsende Staude ist. Bei der Telekie sind aber die etwas herzförmigen Blätter auch von unten grün; Die länglichen Blätter des Echten Alants sind auf der Unterseite wollig behaart. Diese zentralasiatische Art wächst wie die Telekie verwildert in der Umgebung von Häusern in Süd- und Mittelfinnland, bevorzugt aber durchschnittlich trockenere Standorte.

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