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Türkischer Mohn

Papaver pseudoorientale

  • Synonym: Papaver lasiothrix
  • Name auch: Gartenmohn, Morgenländischer Mohn, Orientalischer Mohn
  • Familie: Mohngewächse – Papaveraceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Polsterbildend. Pfahlwurzel lang, dick, verzweigt.
  • Höhe: 50–110 cm. Stängel bis oben mit Blättern besetzt, am Oberteil anliegend behaart.
  • Blüte: Strahlig, 8–12 cm breit. 4 oder 6 Blütenblätter, tief orangerot, am Grund ein gewöhnlich rechteckig geformter dunkler Fleck. 2–3 Kelchblätter, behaart, die mit Öffnen der Blüte abfallen. Viele Staubblätter. Verwachsenblättriges Gynoeceum mit vielen Narben. Blüten einzeln am Ende des Stängels. Knospe aufrecht, länglich.
  • Blätter: Als Grundrosette und verdreht längs des Stängels, gestielt-sitzend. 4–7 Laubblätter, das oberste oberhalb der Mitte des Stängels, ein Deckblatt oft genau unter dem Blütenstand. Blattspreite fiederteilig, Rand unregelmäßig zähnig.
  • Frucht: Eiförmige, 23–25 mm lange, kahle Kapsel. Obenauf Narbenscheibe mit 10–16 violetten Narbenstrahlen.
  • Standort: Gärten, Brachland, Wegränder. Zierpflanze, Kulturflüchtling.
  • Blütezeit: Juni.

Viele großblütige Arten des Mohns werden oft als Orientalischer Mohn bezeichnet, der echte Papaver pseudoorientale jedoch ist die größte und großblütigste der in Finnland als Zierpflanze gezogenen Mohnarten. Die Pflanze mit den schönen Blüten stieß auf große Beliebtheit und hat vielerorts in den Rabatten den früher üblichen, recht ähnlich aussehenden Türkenmohn (P. orientale) verdrängt. Die Arten sind für gewöhnlich leicht voneinander zu unterscheiden, wenn man weiß, wo man hinsehen muss: Der Stängel von Papaver pseudoorientale ist bis oben mit Blättern besetzt, die Knospe ist aufrecht, am Grund der Blütenblätter befindet sich für gewöhnlich ein deutlicher dunkler Fleck und die Kapsel ist dick, eiförmig.

Papaver pseudoorientale dient nur als Augenweide, als Heilpflanze ist er bedeutungslos. Wie bei den meisten Arten seiner Gattung liegt das natürliche Verbreitungsgebiet von Papaver pseudoorientale in den gemäßigten Teilen der Alten Welt, die Art stammt aus der Türkei und dem Iran. Auch in Finnland gedeiht er am besten an sonnigen Standorten auf gut wasserdurchlässigem Boden.

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