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Waldhabichtskräuter

Hieracium sect. Hieracium

  • Synonym: Hieracium Sylvatica -Gruppe, Hieracium Murorum -Gruppe
  • Familie: Korbblütengewächse – Cichoriaceae (Compositae)
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 10–50 cm.
  • Blüte: Körbchen 1-2 cm breit, etwa 50-­blütig. Randständige Blüten größer als übrige. Blumenkrone gelb, zungenförmig, am Grund behaart, an der Spitze fünfzähnig. Tragblätter in mehreren Wirteln, schmal dreieckig, spitz, die inneren schmal häutig berandet, wechselnd einfach-, drüsig- oder mit Sternhaaren behaart. 5 Staubblätter, verwachsenblättriges Gynoeceum zweizählig, Griffel gelb – schwarz. Blütenstand lockere Doldentraube.
  • Blätter: Rosettenblätter (5-10) vielzählig, recht langstielig, während der Blüte verbleibend. Blattspreite länglich, ganzrandig – gezähnt, grün-blaugrün, kahl – einfach behaart. Blattgrund der unteren Blätter rund-herzförmig, zurückgerollt, gezähnt. Laubblätter (0-2) kurzstielig.
  • Frucht: Dunkelbraune, sehr feinknotige, federig behaarte Nuss.
  • Standort: Fruchtbare alte Wälder, Laubwälder, Flachmoorwälder, Waldränder, Holzschlagflächen, Parkanlagen.
  • Blütezeit: Juni-August (-September).

Die Deckblätter der Habichtskräuter (Hieracium spp.) sind unterschiedlich lang, stehen in mehreren Reihen und überlappen sich, während bei den anderen Korbblütengewächsen die Deckblätter allgemein in zwei Wirteln stehen. Die Habichtskräuter sind sehr formenreich, da die Samen sich ohne Befruchtung entwickeln. Von ihnen sind in Finnland etwa 400 Kleinarten beschrieben, darunter etwa 130 Waldhabichtskräuter. Sie sind von unterschiedlicher Größe und ihr Stängel ist für gewöhnlich ohne Blätter oder mit wenigen Blättern.

Die Waldhabichtskräuter ähneln den Dünnstängeligen Habichtskräutern (H. Vulgata-Gruppe). Der Grund der Rosettenblätter ist bei den Dünnstängeligen Habichtskräutern spitz. Einen Teil der Waldhabichtskräuter bilden anspruchsvolle, an unberührten Standorten wachsende Arten, viele von ihnen sogar Kulturflüchter. Andererseits gibt es auch unter den Waldhabichtskräutern Kulturfolger, ein Extrem stellen die in Parkanlagen anzutreffenden, mit Grassamen eingeschleppten Arten dar. Die Dünnstängeligen Habichtskräuter sind für gewöhnlich nicht anspruchsvoll und wachsen oft an Orten, die schwach kulturell beeinflusst sind.

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