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Waldmeister

Galium odoratum

  • Familie: Rötegewächse – Rubiaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 15-30 cm.
  • Blüte: Strahlig, niedrig trichterförmig. Die weiße Blumenkrone ist am Grund kurzröhrig (ca. 2 mm lang), an der Spitze vierteilig. Die Lappen sind ca. 3 mm lang, spitz zulaufend, auf der Oberseite (innenseitig) knotig. Kein Kelch. Das zweizählige Gynoeceum ist verwachsenblättrig. Zwei am Grund miteinander verwachsene Griffel. An der Öffnung des miteinander verwachsenen Teils der Blumenkrone befinden sich vier Staubblätter.
  • Blätter: Quirlständig um den Stängel herum, sitzend. In den Wirteln sind gewöhnlich acht Blätter. Die Blattspreite ist schmal- oder breit länglich, auf der Oberseite fast kahl, auf der Unterseite und an den Rändern etwas behaart, an der Spitze gestutzt oder spitz, an der Spitze mit deutlichem Stachel.
  • Frucht: Fast runde, hakig-behaarte Spaltfrucht.
  • Standort: Steinige Laubwälder, Quellfichtenmoorwälder.
  • Blütezeit: Mai-Juni.

Der mehrjährige Waldmeister wurde in den Haushalten u. a. zur Herstellung von Heilmitteln, Gewürzen und Duftstoffen verwendet. Besonders die getrockneten Pflanzenteile duften stark nach Kumarin. Der Waldmeister ist in Mitteleuropa eine Charakterpflanze für Buchenwälder und Laubwälder. Die Pflanze benötigt nährstoffreichen Nährboden. Er gedeiht dann auch am besten in Laubwäldern. Auch das gleichmäßige und kühle Mikroklima von Quellfluren ist dem Wachstum des Waldmeisters zuträglich.

Die Blätter der in Finnland vorkommenden Rötegewächse scheinen quirlständig um den Stängel herum zu stehen. Tatsächlich befinden sich in den Blattgründen des Stängels nur zwei gegenständige Blätter. Die restlichen sind blattartige Nebenblätter. Die Rötegewächse ähneln sehr ihren nahen Verwandten, den Meiergewächsen (Asperula spp.). Die Gattungen können am einfachsten auf Grund der Form der Blumenkrone der Blüte voneinander unterschieden werden. Die Blumenkronen der Meiergewächse sind langröhrig, trichterförmig.

Die Blumenkronen der Rötegewächse sind in der Regel verwachsenblättrig mit kurzer Kronröhre und flachen Kronblattzipfeln oder kurzröhrig. Der Waldmeister wurde auf Grund seiner am Grund röhrenförmigen Blumenkrone früher zur Gattung der Meiergewächse gezählt. Das Dreiblütige Labkraut (G. triflorum) kann man z. B. auf Grund seines schlaffen Wachstums und des kleinen Blütenstands (für gewöhnlich dreiblütiges Dichasium) vom sonst gleich aussehenden Waldmeister unterscheiden.

Andere Arten derselben Gattung
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