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Waldschaumkraut

Cardamine flexuosa

  • Familie: Kreuzblütengewächse – Brassicaceae (Cruciferae)
  • Wuchsform: Mehr- oder manchmal zweijährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 10–40 cm. Stängel gekrümmt gewinkelt, am Grund oft behaart.
  • Blüte: Blumenkrone strahlig, weiß, ca. 0,5 cm breit; vier Blütenblätter, 2,5–3 mm lang. Vier Kelchblätter. Für gewöhnlich 6 Staubblätter, von denen 4 lang und 2 kurz. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, eine Narbe. Blütenstand in der Fruchtphase länger werdende Traube.
  • Blätter: Grundrosette undeutlich und mit wenigen Blättern, bald verwelkend, Laubblätter wechselständig, gewöhnlich 5–10, größer als die Rosettenblätter, untereinander etwa gleich groß. Blattspreite unpaarig gefiedert, 3–6-paarig, mit Endblättchen, Fiederblättchen länglich – nierenförmig.
  • Frucht: Sich längs öffnende, dünne, flache, 15–25 mm lange, nach schräg oben zeigende Schote mit vielen Samen, an der Spitze deutlicher, ca. 1 mm langer Stachel. Stiel der Schote 1/3–1/2 der Schotenlänge, nach außen zeigend.
  • Standort: Quellfluren, Bachläufe, feuchte Laubwälder, Fichtenmoorwälder, auch als Unkraut im Gewächshaus, in Gärtnereien und Pflanzungen.
  • Blütezeit: Juni–Juli.

Außer auf Åland ist das Waldschaumkraut in ganz Finnland geschützt.

Das Waldschaumkraut wächst in Finnland an der nordöstlichen Grenze seiner Verbreitung als Relikt der Wärmezeit nach der letzten Eiszeit und übersteht den Winter nur an den geschütztesten Stellen. Es sucht Quellfluren auf, wo die Wachstumsperiode ausreichend lang ist und der Boden das ganze Jahr über nicht friert. Die Schwankungen in der Höhe des Wasserspiegels verschaffen ihm zusätzlich geeignete Flecken bloßer Erde, auch die bei umgestürzten Bäumen oder von weidendem Vieh aufgerissene Krume ist nach seinem Geschmack.

In Finnland kannte man lange nur ein einziges Waldschaumkrautvorkommen auf Åland, das jedoch inzwischen verschwunden zu sein scheint. Im finnischen Binnenland kennt man dafür sieben ursprünglich wirkende Standorte des Waldschaumkrauts in Pöytyä, Asikkala, Valkeala und Luumäki, zwei von ihnen scheinen allerdings verschwunden zu sein. Auch an vielen erhalten gebliebenen Stellen hat die Art in letzter Zeit abgenommen. Das Waldschaumkraut wird von Grabungen und Abholzungen, die die Feuchtigkeitsverhältnisse seiner Standorte beeinflussen, bedroht. Das Waldschaumkraut ist jedoch ein verbreitetes Unkraut im Gewächshaus, das zusammen mit Pflänzchen oder Gartenabfall an zwischendurch recht überraschenden Stellen wachsen kann, wo es nur ausreichend Feuchtigkeit und Schatten gibt.

Die Unterscheidung des Waldschaumkrauts von seinen größeren Verwandten, dem Bitteren Schaumkraut (C. amara) und dem Wiesenschaumkraut (C. pratensis), kann zumindest außerhalb der Blütezeit schwierig sein. Beim Bitteren Schaumkraut und beim Wiesenschaumkraut sind die Blütenblätter deutlich größer als beim Waldschaumkraut, 7–15 mm, zusätzlich sind beim Bitteren Schaumkraut die Staubbeutel der Staubblätter blaurot. Das Waldschaumkraut ähnelt stark auch dem Behaarten Schaumkraut (C. hirsuta), die Pflanzen wurden zwischenzeitlich sogar als Unterarten derselben Art angesehen. Glücklicherweise verringern die unterschiedlichen Standorte der Arten die Verwechslungsgefahr. Die am besten zu erkennenden Merkmale sind die deutliche Grundrosette des Behaarten Schaumkrauts und die geringe Anzahl an Laubblättern. Zusätzlich hat es für gewöhnlich nur vier Staubblätter und seine langen und nach außen zeigenden Schotenstiele bilden einen deutlichen Winkel mit der Schote.

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