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Waldvergissmeinnicht

Myosotis sylvatica

  • Familie: Raublattgewächse – Boraginaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Auch Grundrosetten ohne Blüten. Mit Wurzelstock.
  • Höhe: 20–50 cm. Stängel aufsteigend–aufrecht, oft reich verzweigt.
  • Blüte: Strahlig, 6–8 mm breit. Blumenkrone leuchtend blau oder weiß (sich öffnende Blüten oft rot), verwachsenblättrig mit kurzer Kronröhre und flachen Kronblattzipfeln, fünfteilig, Röhre so lang wie der Kelch, Schuppen am Schlund der Röhre. Kelch verwachsenblättrig, fünfteilig, fast bis an den Grund eingeschnitten, Lappen schmal dreieckig – fast linealisch; Härchen meist gerade, am Grund weiche, kurze Hakenhaare; in der Fruchtphase Kelch 4–5 mm lang, offen, mitsamt Teilfrüchtchen abfallend. Fünf Staubblätter, an der Röhre der Blumenkrone angewachsene Staubfäden. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel. Blütenstand halbseitiges Dichasium, d. h. Wickel, der traubenartig länger wird; Blüten für gewöhnlich ohne Deckblätter. Blütenstiel eng anliegend behaart, nach der Blüte etwa doppelt so lang wie der Kelch.
  • Blätter: Wechselständig. Grundständige Blätter gestielt, Stiel herablaufend; obere Blätter sitzend. Blattspreite lanzettlich – verkehrt eiförmig, ganzrandig, behaart.
  • Frucht: Vierteilige Spaltfrucht. Teilfrüchtchen (Klausen) eiförmig, glatt, ungesäumt, ca. 1,7 mm lang.
  • Standort: Parkanlagen, Gärten, Wegränder, feuchte Wälder. Auch Zierpflanze.
  • Blütezeit: Mai–Juli.

Das Waldvergissmeinnicht gehört nicht zum indigenen Artenbestand Finnlands, ist aber vielerorts bis hin nach Kainuu in die Natur ausgewildert. Das Waldvergissmeinnicht wurde von alters her als Zierpflanze in den Gärten und Parkanlagen von Gutshöfen, Eisenhütten und Pfarreien angepflanzt, auch anderswo in alten Siedlungszentren, oft auf Friedhöfen und in deren Umgebung. Zusätzlich hat es sich oft von selbst auf nahe gelegene Wiesen in Laubwäldern, an Ufer und Bachläufe ausgebreitet.

Die Art ist eine der stattlichsten Vergissmeinnichte in Finnland – nur das auf den Fjälls im Norden wachsende großblütige Niederliegende Vergissmeinnicht (M. decumbens) und das indigene finnische Vergissmeinnicht mit den größten Blüten, das Sumpfvergissmeinnicht (M. scorpioides), können in ihrer Stattlichkeit mit dem Waldvergissmeinnicht konkurrieren. Die schönen Vergissmeinnichte sind überaus beliebte Blumen für Sinnbilder und in Erzählungen. Die unschuldige himmelblaue Blüte der Vergissmeinnichte, auf Finnisch der „Lieblinge“, stand in vielen Kulturen vor allem als Überbringer einer Liebesbotschaft. Viele Mitteleuropäer bezeichnen diese Blumen in ihrer Sprache als „Vergiss–mein-nicht“ – diese Hoffnung der Liebenden drücken die kleinen, aber liebreizenden Blüten auch sehr gut aus.

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