M. sylvaticum, M. pratense

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Waldwachtelweizen

Melampyrum sylvaticum

  • Familie: Sommerwurzgewächse – Orobanchaceae
    (früher Braunwurzgewächse – Scrophulariaceae)
  • Höhe: 10–30 cm.
  • Blüte: Zweiseitig symmetrisch, 7–9 mm lang. Die Blumenkrone ist dunkel butterfarben, kurzröhrig und zweilippig. Die Oberlippe ist an den Seiten flach, die Unterlippe zeigt nach unten. Kelch vierteilig, glockenartig und kurzbehaart. Verwachsenblättriges zweizähliges Gynoeceum. Vier Staubblätter. Blüten in den Achseln der Deckblätter.
  • Blätter: Gegenständig, fast sitzend. Die Blattspreite ist schmal eiförmig – fast linealisch, mit langen Spitzen, fast kahl.
  • Frucht: An der Oberfläche geriefte, dunkelbraune Kapsel mit zwei Samen.
  • Standort: Frische Heiden, laubwaldartige Wälder, frische Gebüsche, Wiesen, Wegränder.
  • Blütezeit: Juni–August.

Zur Gattung der Wachtelweizen (Melampyrum) gehören 25–35 Arten. Der einjährige Waldwachtelweizen ist eine von Ameisen verbreitete Pflanze. Er ist eine auf etwas besserem Waldboden gedeihende Art als der Wiesenwachtelweizen (M. pratense), aber sie können auch zusammen wachsen. Der Waldwachtelweizen ist im nördlichsten Teil Finnlands selten, obwohl er sonst als Art von seiner Verbreitung her nördlicher als der Wiesenwachtelweizen ist.

Zur Unterscheidung des Waldwachtelweizens vom Wiesenwachtelweizen sollte man die Blüten der Pflanzen betrachten. Die Blüten des Waldwachtelweizens sind vom Gesamtfarbton her dunkler gelb und kleiner. Die Unterlippe der Blumenkrone des Waldwachtelweizens zeigt nach unten, während sie beim Wiesenwachtelweizen gerade ist. Beide Arten sind Halbschmarotzer, d. h. sie ergänzen ihre eigene Photosynthese, indem sie den Nachbarpflanzen mit ihren Saugwurzeln Nahrung stehlen, der Waldwachtelweizen besonders der Kiefer und der Heidelbeere.

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