© Copyright: Bilder: Jouko Lehmuskallio.
All rights reserved.

Wasserminze

Mentha aquatica

  • Familie: Lippenblütengewächse – Lamiaceae (Labiatae)
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Wurzelstock sich windend, mit langen Ausläufern.
  • Höhe: 30­60 cm. Stängel aufrecht-aufsteigend, unverzweigt–verzweigt, vierkantig, behaart–kahl, oft dunkelrötlich.
  • Blüte: Blumenkrone leicht zweiseitig symmetrisch, violettrot, ca. 5 mm lang, vierteilig. Der oberste Lappen ist breiter als die anderen, an der Spitze eingekerbt. Kelch schmal glockenartig, fünfteilig, gefurcht, deutlich 13-nervig. Lappen schmal. Vier fast gleich lange Staubblätter, länger als die Blumenkrone. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, zwei Narben. Blütenstand dicht halbkugelförmige, aus vielen Blüten wirtelartig zusammengesetzte Gruppe am Zweigende, manchmal auch Blütenstände am Ende der Verzweigungen.
  • Blätter: Gegenständig, gestielt. Blattspreite eher länglich – länglich-eiförmig, gewöhnlich am Grund und an der Spitze abgestutzt, stumpf gezähnt, fast kahl.
  • Frucht: Vierteilige Spaltfrucht. Teilfrüchtchen (Spaltfrüchte) glatt-knotig, gelb–braun.
  • Standort: Ufer, Quellfluren, Bachläufe, Gräben, nasse Heiden, Wiesen am Meeresufer, Böden von lagunenartigen Gewässern.
  • Blütezeit: Juli–August.

Die am Wasser wachsende Ackerminze ist aufgrund ihres halbkugelförmigen oder fast kugelförmigen Blütenstandes leicht zu bestimmen. Ungeachtet ihres Namens wächst die Art nicht im Wasser, sondern auf feuchtem Grund – manchmal nimmt sie allerdings auch mit recht trockenen Stellen bis hin zu Feld- und Straßenrändern vorlieb. Das Verbreitungsgebiet der Art reicht quer durch Europa bis nach Nordafrika und ins westliche Asien. Mit dem Menschen hat sie sich nach Nord- und Südamerika ausgebreitet, nach Australien und auf verschiedene Inseln im Ozean. Die Art wurde wohl auch absichtlich verbreitet, da sich aus den frischen Trieben der Wasserminze mit kochendem Wasser und Zucker ein guter Kräutertee zubereiten lässt. In Finnland wächst die Wasserminze indigen nur auf Åland, da sie strenge Winter meidet. Später hat sie auch in Kontinentalfinnland als Kulturflüchtling, ab und zu möglicherweise sogar von selbst von Åland her, Standorte am Küstenstreifen des Finnischen Meerbusens erobert.

Mentha aquatica ssp. litoralis ist eine nur an der Ostsee wachsende Unterart der Wasserminze, die seinerzeit auch als eigene Art angesehen wurde. Sie ist fast unverzweigt und kahl, zusätzlich sind die Blätter schmaler und die Blüten heller als bei der Wasserminze. Sie kommt am häufigsten und am wenigsten vermischt an der Küste und auf den Inseln Schwedens sowie in Finnland auf Åland und in Form separater Vorkommen am Eura-Fluss im Bezirk Satakunta vor.

Andere Arten derselben Gattung
Andere Arten derselben Familie

Follow us!



Arten bestimmen!

Sivun alkuun / Top of the page