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Weicher Storchschnabel

Geranium molle

  • Familie: Storchschnabelgewächse – Geraniaceae
  • Wuchsform: Einjährige oder winterannuelle krautige Pflanze. Bei überwinternden Exemplaren kräftige Hauptwurzel.
  • Höhe: 5–25 cm. Mehrstängelig, Stängel aufsteigend-aufrecht, vielfach verzweigt, weich langbehaart, für gewöhnlich rötlich.
  • Blüte: Strahlig, 5–8 mm breit. Fünf hellrote, tief eingebuchtete Blütenblätter. 5 Kelchblätter, schmal berandet, behaart, kürzer als die Blütenblätter. 10 Staubblätter, alle mit Staubbeuteln. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, fünf Narben. Blüten für gewöhnlich paarweise in den Blattachseln oder am Ende des Triebs.
  • Blätter: Als Grundrosette und am Stängel gegenständig-einzeln. Rosettenblätter lang-, Laubblätter kurzstielig, mit Nebenblättern. Blattspreite rundlich, handnervig, bis etwa zur Hälfte der Blattspreite 5–7-fach eingeschnitten; Lappen breit, oft dreizähnig.
  • Frucht: Fünfteilige Spaltfrucht, Spitzenteil schnabelförmig, beim Reifen sich zu einer Rolle windend. Teilfrüchtchen (Spaltfrüchte) an der Oberfläche faltig, kahl.
  • Standort: Steinige Wiesen, Geröllflächen, Ruinen, Bergabhänge, Brachland, Höfe.
  • Blütezeit: Juni–September.

Die Verbreitung des Weichen Storchschnabels beschränkt sich in Finnland auf Åland und die Schären von Turku. In Kontinentalfinnland findet man ihn nur vereinzelt als Unkraut. Die Art wächst meist an Wegrändern, auf Weideland, auf Wiesen und an entsprechenden anthropogen beeinflussten Stellen. Der Weiche Storchschnabel hat sich wohl über den Menschen und den Ackerbau schon in Vorzeiten nach Finnland ausgebreitet. Die Art breitet sich über den Menschen ausgesprochen wirkungsvoll aus, heutzutage besonders über Unreinheiten in Kleesamen, und ist von ihrer ursprünglichen Heimat in Westeuropa, dem Mittelmeer und Vorderasien in den größten Teil Europas, Nord- und Südamerikas, nach Australien, Neuseeland und Fernost gereist. Die jährlichen Schwankungen im Bestand der einjährigen Art sind in Finnland groß: Manchmal taucht der Weiche Storchschnabel zahlreich auf, manchmal scheint er ganz zu fehlen.

Der Weiche Storchschnabel bildet oft Mischgesellschaften mit dem nah verwandten Zwergstorchschnabel (G. pusillum). Die Stängel und Blattstiele des Zwergstorchschnabels sind kurzbehaart, die des Weichen Storchschnabels teils lang behaart. Die Blütenblätter des Zwergstorchschnabels sind fast so lang wie die Kelchblätter, die des Weichen Storchschnabels sind ein bisschen länger. Zusätzlich sind die Teilfrüchtchen des Zwergstorchschnabels glatt und eng anliegend behaart, die des Weichen Storchschnabels faltig und kahl. An denselben Stellen meist auf Åland kann noch eine dritte Art wachsen, der seltene Schlitzblättrige Storchschnabel (G. dissectum). Seine Blätter sind dem Namen nach tief eingeschnitten, die Blüte dunkler rot und die Teilfrüchtchen glatt.

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